Das Leben ist ein Traum
"La vida es sueño" aus dem Jahre 1636 - mit deutschem Titel "Das Leben ist ein Traum" - ist eines der bekanntesten Dramen des spanischen Dramatikers und Poeten Pedro Calderón de la Barca.
Handlung
Basilius, der König von Polen, sieht die Geburt seines einzigen Sohnes Sigismund als unter schlechten Sternen stehend. Aus Sorge, der Sohn werde als sein Nachfolger eine Tyrannenherrschaft über Polen ausrufen, lässt er Sigismund bereits als Kind in ein Verlies werfen, in dem dieser die Welt ausschließlich aus den Erzählungen seines Lehrmeisters kennenlernt. Als Basilius älter wird und sich die Nachfolgefrage stellt, beschließt der König seinen Sohn doch auf die Probe zu stellen. Unter der Einwirkung eines Schlafmittels wird Sigismund zum ersten Mal und unvermittelt ins Königsschloss gebracht und mit allen Mitteln und Annehmlichkeiten der Macht ausgestattet. Über seine wahre Identität und Geschichte aufgeklärt, lässt Sigismund die Befürchtungen seines Vaters wahr werden. Kaum an die Macht gekommen regiert der Sohn mit Mord und einer versuchten Vergewaltigung. Sigismund wird erneut in den Kerker geworfen. Um ihn zu trösten, soll ihm die kurze Regentschaft nur als ein kurzer Traum erscheinen, aus dem er nun erneut in die Gefangenschaft erwacht. Als Aufständische Sigismund kurze Zeit später abermals aus seinem Gefängnis befreien und ihn erneut zum Regenten küren, hat Sigismund jedoch aus seinen Erfahrungen gelernt. Nach dem Kampf gegen die Truppen des Vaters erweist er sich bei der neuerlichen Verwirklichung seines Traums als weiser und gerechter Herrscher.
