Das Literarische Quartett

Das literarische Quartett war eine Literatursendung des Zweiten Deutschen Fernsehens. Sie wurde vom 25. März 1988 - zunächst im Rahmen des Kulturmagazins "aspekte" - bis 14. Dezember 2001 ausgestrahlt. Insgesamt wurden 385 Buchtitel besprochen. Am 29. April 2005 wurde eine letzte Sondersendung zu Ehren des 200. Todesjahres von Friedrich Schiller ausgestrahlt.

"Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich. Denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker." (Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett am 18. März 1993)

„Das literarische Quartett“ bestand zu Anfang aus Marcel Reich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Sigrid Löffler und Jürgen Busche. Jürgen Busche wurde nach sechs Folgen zunächst durch Klara Obermüller ersetzt; ab 1990 dann durch wechselnde Gäste.

Die Sendung lebte hauptsächlich von den Redebeiträgen Reich-Ranickis, der durch seine teilweise cholerische Art und seine oft vernichtenden Kritiken auch für Lacher im Publikum sorgte.

"Im Falle Reich-Ranickis war das Fernsehen als Eitelkeitsmaschine seines Daseins Glück und Unglück. Es hat den Kritiker Reich-Ranicki zugleich unerhört popularisiert und beschädigt. Er ist heute prominenter als die meisten Autoren und Bücher, über die er sich äußert." (Sigrid Löffler nach ihrem Ausstieg in ihrer Zeitschrift "Literaturen")

Über das Buch Gefährliche Geliebte des Schriftstellers Haruki Murakami kam es am 30. Juni 2000 derart zum Streit, dass Sigrid Löffler am 28. Juli 2000 bekanntgeben ließ, die Sendereihe zu verlassen. Ihre Nachfolgerin wurde die ZEIT-Redakteurin Iris Radisch.



Weitere Informationen sind unter den Seiten des ZDF zu finden. Auflistungen der besprochenen Werke und der genannten Autoren sind unter

zu finden.

See also: Das Literarische Quartett, 14. Dezember, 1988, 2000, 2001, 2005, 25. März, 28. Juli, 29. April, 30. Juni