Davosersee
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300px|center|thumb|Der Davosersee beim Schwimmbad | |
| Daten | |
| Name: | Davosersee |
| Lage: | Graubünden |
| Fläche | 0,59 km² |
| maximale Tiefe: | 54 m |
| Zuflüsse: | Flüelabach, Totalpbach, diverse Bergbäche |
| Abflüsse: | Landwasser |
| Höhe über Meer: | 1559 m |
| Grössere Orte am Ufer: | Davos |
| Besonderheiten: | Naturstausee |
| Karte | |
| center|300px|Davosersee | |
Der Davosersee (manchmal auch fälschlicherweise Davoser See geschrieben) befindet sich im Kanton Graubünden direkt zwischen dem bekannten Wintersportort Davos und dem Wolfgangpass. Der See ist im Sommer aufgrund thermischer Winde ein sehr windsicherer Segel- und Surfsee.
Geschichte
Entstanden ist der See durch einen Bergsturz von der Totalp im Parsenngebiet, der das bis dahin nach Klosters abfliessende Landwasser staute. Dadurch, dass das Wasser jedoch auf der engegengesetzten Seite des Tales einen tieferen Abfluss fand als der Wolfgangpass hoch ist, frass sich das gestaute Wasser durch die Felsen und bildete so die Zügenschlucht.
Der Davosersee ist somit der Rest dieses Sees, der einmal die ganze Landschaft Davos umfasste.
Nutzung
Bis in die 20er Jahre hinein wurde der Davosersee ganzjährig touristisch und wirtschaftlich genutzt. Im Winter fanden darauf regelmässig Pferdeschlittenfahrten statt. Ebenso wurde er lange zur Gewinnung von Eis genutzt, indem jeweils im Winter grosse Eisblöcke aus dem See mit der Eisenbahn in den Rest der Schweiz transportiert wurden.
Mit der Inbetriebnahme des Druckstollens 1922 nach Klosters wurde der See auch für die Gewinnung von Elektrizität genutzt. Dieses Nutzung bedingte jedoch die saisongesteuerte Umleitung des Flüelabachs in den See, der normalerweise direkt ins Landwasser fliesst.
Als negativer Effekt konnte der See von nun an im Winter nicht mehr genutzt werden, da für die Stromerzeugung mehr Wasser nach Klosters abfliesst als die umliegenden Bäche einspeisen. Als Resultat bleibt in der kalten Jahreszeit jeweils ein grosses Loch übrig.
Eine Initiative von lokalen Politikern, die den Pegel auch über den Winter auf der gewohnten Höhe belassen wollte, wurde wegen der damit verbundenen Einkommenseinbussen vom Davoser Stimmvolk jedoch abgelehnt.
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