Deckungsbeitragsrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein Instrument der Teilkostenrechnung, bei dem die Vollkosten eines Produkts oder Geschäftsmodells in direkte fertigungsbedingte Kosten und indirekte (fixe) Kosten aufgeteilt werden. Die Ermittlung des Deckungsbeitrags erfolgt durch zwei Schritte:

Im Gegensatz zu dieser Kostenverrechnungsmethode, welche eine leistungsgerechte Kostenerfassung ermöglicht, steht die Vollkostenrechnung. Diese ist durch eine vollständige Kostenaufschlüsselung gekennzeichnet, wobei insbesondere in indirekten Bereich Durchschnittskosten zugewiesen werden.

Das Kriterium Leistungsgerecht bezieht sich auf den Grundsatz: Zurechnung so weit wie möglich. Alle nicht zuweisbaren Kosten (z. B. Raumpflegeanteil am Arbeitsplatz x) müssen durch den Deckungsbeitrag gedeckt werden.

In der Anfangszeit der Deckungsbeitragsrechnung galten die direkten Kosten als Preisuntergrenze. Diese einfache Sichtweise führte bei Einproduktbetrieben, z.B. Stahlindustrie, zu ruinösen Preiswettbewerben. In Betrieben mit produktübergreifender Mischkalkulation würde bei dieser Betrachtung der Gesamterfolg gefährdet, z.B. festigte Microsoft mit Produkten wie dem Internet Explorer, der weder einen Deckungsbeitrag liefert noch seine variablen Kosten erwirtschaftet, den Absatz seiner Cash-Cows.

Deckungsbeitragsrechnung (mathematisch)

Sind die Kosten linear (Modell) so gilt:

DB = E - Kvar

mit

und

DB = db * x

mit

siehe auch

See also: Deckungsbeitragsrechnung, Cash Cow, Deckungsbeitrag, Direct Costing, Fixkostendeckungsrechnung, Geschäftsmodell, Indirekter Bereich, Kosten, Produktergebnis, Stückkosten