Dekompressionskammer

Die Dekompressionskammer ist eine luftdichte Druckkammer zur kontrollierten Steigerung und Absenkung des Luftdrucks (Rekompression und Dekompression). Sie dient bei Berufstauchern nach dem Einsatz zur vorschriftsmäßigen Anpassung an den atmosphärischen Luftdruck, um Dekompressionsunfälle zu vermeiden. Der Aufenthalt in der Dekompressionskammer kann nach langen und tiefen Taucheinsätzen mehrere Wochen betragen.

Besonders wichtig ist die Dekompressionskammer zur Behandung von Dekompressionsunfällen (Caissonkrankheit) bei Tauchern. Der verunglückte Taucher muss sich so schnell wie möglich, spätestens 2 Stunden nach dem Unfall in die Dekompressionskammer begeben, wo er unter erhöhtem Druck reinen Sauerstoff atmet. Dadurch wird das Gewebe des Verunglückten nicht weiter mit Stickstoff gesättigt, gleichzeitig wird es besser mit Sauerstoff versorgt. Während der Druck in der Dekompressionskammer langsam gesenkt wird, kann die hohe Stickstoffsättigung im Blut langsam abgebaut werden.

Dekompressionskammern werden auch für die hyperbare Sauerstofftherapie verwendet, z. B. nach einem Hörsturz mit Tinnitus, um die Härchen in der Cochlea durch erhöhten Sauerstoffgehalt im Blut zu regenerieren. Der Einsatz der Therapie für diese Indikation ist jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich abgesichert. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen daher in der Regel nicht für die Kosten auf.

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