Delhi
thumb|India Gate, Neu-Delhi Delhi (hindi दिल्ली) ist ein indisches Unionsterritorium mit Sonderrechten (national capital territory). Delhi hat eine Fläche von 1483 km² und 15.766.865 Einwohner (Stand 1. Januar 2005). Die hauptsächlich gesprochenen Sprachen sind Hindi und Urdu.
Das Territorium grenzt im Westen an den Bundesstaat Haryana, im Osten an Uttar Pradesh.
Die zwei größten Städte des Unionsterritoriums sind
Sehenswürdigkeiten
Das Unionserritorium Delhi besteht sowohl geografisch als auch historisch gesehen aus mehreren einzelnen Städten - und zwar aus mehr als den sieben Städten, die es der Überlieferung nach gibt. Dreh- und Angelpunkt ist die Hauptstadt Neu-Delhi, eine wohl geordnete Stadt mit breiten Straßen und beeindruckenden Kolonialbauten, die bald nachdem die kaiserliche Hauptstadt Britisch-Indiens im Jahre 1911 nach Delhi Cantonment verlegt worden ist, gebaut wurde. thumb|Jami Masjid
In Neu-Delhi befinden sich viele Hotels, vor allem nördlich der Parlamentsgebäude und rund um die Säulenfassaden des "Connaught Place". "Shahjahanabad" in Alt-Delhi, die Hauptstadt von Schah Jahan im 17. Jahrhundert, liegt zwei Kilometer nördlich davon. Die Stadt zeigt sich hier in ihrer ursprünglichen Form, wo sich im Verlauf der letzten 200 Jahre der traditionelle Lebensstil der überwiegend muslimischen Bevölkerung kaum verändert hat.
Sehenswert sind das "Rote Fort", die "Jami Masjid", Indiens größte Moschee und die Basare mit ihrem Labyrinth aus Häusern, durchsetzt von hektischer Betriebsamkeit und den aromatischen Düften aus Restaurants, Tempeln und Gewürzläden. Als imposante Zeugen längst ausgestorbener Dynastien stehen weiter südlich im Territorium die heute verlassenen anderen fünf ehemaligen Hauptstädte. thumb|Basar in Delhi
Dazu zählt der hoch aufragende und allein stehende Turm "Qutb Minar", den Qutb-ud-din Aibak im 12. Jahrhundert errichten ließ. Er dominiert die erste Hauptstadt mit Namen "Dhillika" und kündigt die spätere Entwicklung Delhis an. Von "Tughluqabad" aus dem 14. Jahrhundert und von "Purana Qila", der sechsten Hauptstadt haben nur Mauern und ein paar verfallene Säulen überdauert. Inmitten dieser historischen Ruinen liegen die prächtigen Mausoleen von Delhis früheren Herrschern, viele Hindu-Tempel und die typisch islamischen, kuppelförmigen Moscheen, die das konventionelle Bild der indischen Städte nachhaltig veränderten.
Hervorragende Beispiele für das architektonische Genie der Moguln sind deren Grabbauten mit vorgelagertem "Charbagh", ein in Viertelsegmente unterteilter Garten, allen voran das "Humayun-Mausoleum" in Delhi und das noch berühmtere Taj Mahal in Agra. "Lal Qila", das Rote Fort, gilt in Delhi als das bedeutendste Monument der Mogul-Periode. Einen nahezu umfassenden Überblick über das kulturelle Erbe Indiens vermitteln die zahlreichen Museen, Kunstschätze und Veranstaltungen sowie das Angebot im Bereich des Kunsthandwerks.
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