Demokratisierung
Demokratisierung ist der Prozess der Entstehung demokratischer Strukturen.
Er ist oftmals in den ehemals undemokratischen Ländern wie den sozialistischen Ländern und anderen vormaligen Diktaturen anzutreffen. Das zivilisatorisches Hexagon von Dieter Senghaas beschreibt auch die Demokratisierung als wichtigen Bestandteil auf dem Weg zu einer Konfliktkultur.
Angewendet wurde sie unter anderem im Nachkriegs-Deutschland (in der US-Doktrin der Modellfall für nation-building[[1]]) und beinhaltet die Anpassung der bestehenden Gesellschaftsform an die Normen und Wertvorstellungen der Demokratie.
Dazu gehört der Entwurf einer entsprechenden Verfassung, einer Legislative und Judikative.
Demokratisierung kann sich aber auch auf Institutionen wie Unternehmen (Mitbestimmung) oder Hochschulen (Hochschulreform) beziehen. Sie steht dann für die vermehrte Möglichkeit und Rechte der mit der Institution durch Ausbildung oder beruflich verbundenen Menschen, Ideen einzubringen und auf Entscheidungen Einfluss zu nehmen (Gestaltung).
Siehe auch: Demokratie, Despotismus, Kommunismus Neoliberalismus
