Demonstration
Der Begriff Demonstration (von lat.: demonstratio, Zeigen, Hinweis, Nachweis) - Kurzwort: Demo - bezeichnet eine Form der Meinungsäußerung, die auf verschiedenste Weise, oft sehr fantasievoll, kundgetan wird.
thumb|200px|Demonstration für mehr Bürgerrechte, Washington D.C., 1963 thumb|200px|Demonstration am 22. März 2003 auf dem Stuttgarter Schlossplatz gegen den Irak-Krieg
Formen von Demonstrationen: Sitz- und Hungerstreik, Versammlungen, Demo-Kundgebungen, Schweigemärsche, Einzeldemos, Massendemos, friedliche und gewalttätige Demos. Die Themen von Demos sind vielfältig: .. gegen Regierungspolitik, gegen Tierversuche, für eine friedliche Welt, gegen Globalisierung, für mehr Umweltschutz, für oder gegen den Zuzug von Ausländern, für oder gegen einen Straßenneubau, gegen den Atommülltransport, sogen. Gegendemonstrationen, für mehr Geld, für mehr Hochschulmittel, gegen Sudiengebühren, usw.
Eine der großen globalen Demonstrationswellen im 20. Jahrhundert war die gegen den Vietnamkrieg. Damals kamen Millionen von Menschen nach Washington, D.C., um gegen den Krieg zu demonstrieren. Weltweite Demonstrationen gab es auch im Jahr 2003 gegen den drohenden dritten Golfkrieg.
Demonstrationen, die nicht friedlich verlaufen, werden im Allgemeinen von der Polizei aufgelöst, um Gefahren für die Allgemeinheit (Gefahrenabwehr) zu verhindern.
In nichtdemokratischen Staaten, wie beispielsweise in den früheren Ostblockstaaten, waren nur staatlich angeordnete (Jubel-)Demonstrationen erlaubt. Andere Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen (Bspl.: 17.Juni DDR). Ein weiteres Beispiel waren die Studentenproteste 1989 in der China, die von der Armee mit Waffengewalt blutig beendet wurden (Platz des Himmlischen Friedens)
Andererseits nahmen die Montagsdemonstrationen 1989 in der Endphase der bankrotten DDR ein gewaltfreies Ende.
Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht auf freie Versammlungsfreiheit und somit durch das Grundgesetz in der BR Deutschland geschützt, soweit sie friedlich verlaufen und nicht die Grundrechte anderer Demonstranten oder von Unbeteiligten verletzen. Es unterliegt jedoch gewissen Einschränkungen - zum Beispiel bezüglich des Ortes (Bannmeilen) - oder für bestimmte Berufsgruppen, wie Beamte und Richter.
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Liste von bekannten Demonstrationen
Demonstrationen in Deutschland
thumb|160px|CSD 2002 in Stuttgart Jährlich
- Christopher Street Day in zahlreichen Städten (zu unterschiedlichen Terminen)
- Erster Mai in zahlreichen Städten
- Ostermarsch
- Hanfparade in Berlin am 23. August
- Fuckparade in Berlin
- Nachttanzdemo in Frankfurt/Main
Historisch
- 16. und 17. Juni 1953
- Demonstrationen während der Studentenunruhen der späten 60er Jahre
- Anfang der 1980er. Massendemonstrationen der Friedensbewegung gegen den NATO-Doppelbeschluss
- 1989: wöchentliche Montagsdemonstrationen in Leipzig.
- 4. November 1989: die größte Demonstration der Wendezeit, über 500.000 Menschen demonstrierten auf dem Alexanderplatz für Meinungs- und Versammlungsfreiheit
- Ende der 1990er. Demonstrationen in Gorleben gegen Castor-Transporte.
- Montagsdemonstrationen gegen Sozialabbau 2004
Demonstrationen weltweit
Jährlich
- CSD in zahlreichen Ländern (zu unterschiedlichen Terminen)
- Demonstrationen zum Tag der Arbeit (Labour's Day) am 1. Mai
Historisch
- 1969 Stonewall Rebellion in der New Yorker Christopher Street (Ursprung des Christopher Street Day)
- Blutsonntag (Nordirland 1972)
- 1989 Demonstration auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking. Diese endete im einem Massaker durch die chinesische Armee.
- 2003 weltweit die größten Friedensdemonstrationen seit Ende des Kalten Krieges gegen den dritten Golfkrieg.
- Cacerolazo 2001 in Argentinien gegen die Wirtschaftspolitik
Siehe auch: Kategorie Demonstrationen, Generalstreik, Repression
Weblinks
- http://www.jungle-world.com/seiten/2004/40/4021.php Geschichtliches
Kategorie:Demonstrationen
Kategorie:Politik
Kategorie:Politischer_Begriff
Kategorie:Demokratie
Kategorie:Politischer Widerstand
Kategorie:Polizeieinsatzart
