Denizli
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt Denizli. Für die gleichnamige andere Bedeutung siehe Denizli (Provinz). |
Denizli ist eine türkische Bezirkshauptstadt im westlichen Anatolien und hat etwa 300.000 Einwohner. Die zugehörige Provinz mit 11.700 km² heißt ebenfalls Denizli und hat eine Bevölkerung von 850.000 Menschen.
Die KFZ-Kennzeichen von Stadt und Bezirk beginnen mit der Nummer 20. right|thumb|400px|Westtürkei mit Provinz Denizli (gelb)
Die Stadt liegt über einer breiten Talgabelung des Großen Mäander und Aksu auf 420 m Höhe. Der dortige Oberlauf des Großen Mäander bildete im antiken Kleinasien den Übergangsbereich der früheren Reiche (bzw. Provinzen) von Phrygien und Karien.
Denizli ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Europastraße E87 und auch einer ähnlich verlaufenden Bahnlinie. Die E87 verläuft von İzmir, der Millionenstadt an der Ägäis-Küste, über Aydın und Denizli nach Antalya, der Urlaubsregion an der türkischen Südküste.
Hauptsächlich ist Denizli aber durch das Naturwunder von Pamukkale (türkisch „Baumwollschloß“) bekannt geworden - einer Kleinstadt nördlich des Flusstales, über der sich durch den Kalk von ergiebigen Thermalquellen eine Reihe beeindruckender Kalksteinterrassen gebildet haben. right|thumb|Eine der Sinterterrassen von Pamukkale right|thumb|Blick auf Pamukkale und das Tal des Mäander
Die Terrassen am Hang des Berges Çökelez stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes; bis vor einigen Jahren durfte man sogar vorsichtig in ihnen baden. Das austretende Wasser hat 35°C, einen pH-Wert von 6 und ist etwas radioaktiv.
Nahe bei Denizli bzw. Pamukkale liegt auch der antike Ort Hierapolis (griech. „Die Heilige Stadt“). Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen, Apollotempel und Plutonium, ein großes Theater (15.000 Personen), die Philippus-Kirche sowie Stadtmauer, Bäder und Gymnasium.
Auch die antike Stadt Colossae, an die ein Paulusbrief gerichtet ist, liegt in der Nähe (bei Honaz). Eine weitere der „Sieben Gemeinden“ des Urchristentums ist Laodizea.
Siehe auch:
