Desmond Dekker
Desmond Dekker (*16. Juli 1941 als Desmond Dacres in Kingston, Jamaika) ist neben Bob Marley und Jimmy Cliff der wohl bedeutendste jamaikanische Sänger und Komponist, der mit Ska seine ersten Erfolge feierte und mithalf, Reggae weltweit populär zu machen.
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Biographie
Dekkers Karriere beginnt im Jahr 1963. Nachdem er bereits von den Musikproduzenten Coxsone Dodd (Studio One) und Duke Reid abgelehnt worden ist, gibt ihm Leslie Kong eine Chance und nimmt mit ihm die Ska-Nummer "Honor your Father and your Mother" auf. Ein Jahr später wird Dekker auf "King of Ska", von den "Cherrypies" begleitet, besser bekannt als The Maytals. Dekker stellt dann seine eigene Background-Gesangstruppe zusammen, die "Aces" bestehend aus Wilson James und Easton Barrington Howard. Manchmal läßt er sich auch von den "Four Aces", Easton Barrington Howard und seinen drei Brüdern Carl, Patrick und Clive, unterstützen. Von den Mitt- bis zu den Endsechzigern hat Dekker einen formidablen Lauf mit 20 Nummer-Eins Hits in den jamaikanischen Charts.
1967 singt Dekker gemeinsam mit seinem Halbbruder George (später bei den Pioneers) Background auf Derrick Morgans "Tougher than Tough", das gemeinhin als der erste Rocksteady-Song gilt. Der Song widmet sich der Thematik der Rude boys, das sind rivalisierende Gangster-Banden, die in den Häuserschluchten von Kingston ihr Unwesen treiben. Dieses Thema steht auch im Mittelpunkt von Dekkers eigenem, von James Bond-Filmen inspirierten Stück "007 (Shanty Town)", das ein Top-15-Hit in England werden soll. Dekker belegt mit "Unity" den zweiten Platz beim alljährlichen Jamaikanischen Song-Festival, das er im folgenden Jahr mit "Intensified" gewinnen soll. Das Jahr 1968 ist ferner das Entstehungsjahr seines wohl bekanntesten Songs "Israelites", des ersten internationalen in Jamaika produzierten Hits. "Israelites" erreicht 1969 Platz 1 sowohl in England als auch in Deutschland und ist ein Top-10-Erfolg in den USA. Thema des Songs ist die Armut der Bevölkerung und die daraus resultierende Gewalt. Der Song wird gefolgt von "It Mek", ein Top-10-Erfolg in Deutschland und England. "It Mek" ist ungefähr mit "deswegen ist es passiert" zu übersetzen und ist inspiriert von einem Erlebnis seiner Schwester Elaine, die vor ihrem Haus von einer Mauer gefallen ist und nach Eiswasser geschrieen hat.
In den Siebzigern nimmt Dekker das Stück "You can get it if you really want" aus dem Film "The Harder They Come" auf, das Platz 2 in England erreichen soll. Sein "Pretty Africa" ist vielleicht der erste Song der sich der Rasta-Thematik "Zurück nach Afrika" widmet. "Sing a Little Song" von 1975 ist erneut eine Top-Ten-Single in England. In den folgenden Jahren sollte ihm sowohl in England als auch in Jamaika kein großer Erfolg mehr beschieden sein. In der Ära des "2-Tone-Ska" veröffentlicht er das Album "Black & Dekker", das jedoch ein kommerzieller Flop wird. 1984 muss Dekker sogar Bankrott erklären. 1993 nimmt er, gemeinsam mit der 2-Tone-Band The Specials das Album "King of Kings" auf. Dekker ist heute immer noch im Geschäft und tourt gelegentlich durch Amerika und Europa.
Diskographie
Singles
- Honour Your Mother & Father (1963)
- Jeserene (mit The Four Aces 1964)
- King of Ska (1964)
- Rudy Got Soul (mit The Aces 1966)
- 007 (Shanty Town) (1967)
- Unity (mit The Aces 1967)
- Hey Grandma (1967)
- Rude Boy Train (1967)
- Sabotage (1967)
- Intensified (Music Like Dirt) (1968)
- Beautiful and Dangerous (1968)
- Writing on the Wall (1968)
- Bongo Girl (1968)
- Shing a Ling (1968)
- It Mek (1968)
- Israelites (1968)
- Problems (1969)
- Pickney Gal (1969)
- Sing a Little Song (1975)
Alben
- This Is (1969)
- You Can Get It (1970)
- Black & Dekker (1980)
- Compass Point (1981)
- Profile (1981)
- King of Ska [Varese] (1991)
- Music Like Dirt (1992)
- King of Kings (1993)
- Action! (1994)
- Moving Out (1996)
- Intensified (1997)
- Writing on the Wall (1998)
- Halfway to Paradise (2000)
Compilations
- Israelites (1969)
- Double Dekker (1974)
- Sweet 16 Hits (1978)
- Desmond Dekker and the Aces (1985)
- 20 Golden Pieces (1987)
- Official Live & Rare (1987)
- Greatest Hits (1988)
- The Best of & The Rest of Desmond Dekker (1989)
- King of Ska [Trojan] (1991)
- Rockin' Steady: The Best of Desmond Dekker (1992)
- Israelites: 20 Greatest Hits (1993)
- Black & Dekker/Compass Point (1994)
- Shanty Town Original (1994)
- Archive (1996)
- First Time for a Long Time: Rarities... (1997)
- The Original Rude Boy (1997)
- Israelites: The Best of Desmond Dekker... (1998)
- Desmond Dekker (2000)
- Best of Desmond Dekker (2000)
- Desmond Dekker and the Aces ["Action!" +... (2000)
- Israelites: Anthology 1963-1999 (2001)
- The Best of Desmond Dekker: The Israelites (2001)
- Israelites: The Best of Desmond Dekker (2002)
- Rudy Got Soul: The Complete Early Years... (2003)
Weblinks
Desmond Dekker - The King of Ska (Offizielle Website)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dekker, Desmond |
| ALTERNATIVNAMEN | Desmond Dacres (richtiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | jamaikanischer Reggae-Sänger |
| GEBURTSDATUM | 16. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Kingston, Jamaika |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
