Deutsche Filmgeschichte

Überblicksdarstellung

Die Filmgeschichte beginnt in Deutschland bereits im Geburtsjahr des Films überhaupt: schon vor der ersten Vorführung der Brüder Lumiére in Paris zeigten die Brüder Skladanowsky im Wintergartenpalais zu Berlin kurze Filme auf einem Überblendprojektor. Dessen aufwendige Technik konnte allerdings gegenüber dem praktischeren Gerät der Lumiéres, das sowohl für Aufnahme als auch zu Projektion genutzt werden konnte, nicht bestehen.

Mitte der 1910er Jahre entstand mit Der Student von Prag von Paul Wegener der künstlerische Film in Deutschland, in den 20er Jahren erlangten der expressionistische Film (Das Cabinet des Dr. Caligari, Nosferatu) Weltruhm.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich die Produktion: viele Filmschaffende emigrierten (z.B. Fritz Lang, Marlene Dietrich, Peter Lorre), und es wurden nur noch solche Filme genehmigt, die dem Regime ungefährlich erschienen. In den späten 1930er und frühen 1940er Jahren entstanden dementsprechend vor allem Unterhaltungsfilme (Die Feuerzangenbowle) und Propagandafilme (Jud Süß).

In den 50er Jahren setzte man weiterhin vorwiegend auf Unterhaltung, besonders den Heimatfilm, was vom filmischen Nachwuchs kritisiert wurde (Oberhausener Manifest). Der anspruchsvolle neue deutsche Film versuchte, sich von "Opas Kino" abzuheben. Autorenfilmer wie Alexander Kluge und in den 70ern Rainer Werner Fassbinder sind hier exemplarisch. Im Gegensatz dazu entstanden auf dem Unterhaltungssektor Filmreihen nach Autoren wie Karl May (Winnetou) und Edgar Wallace, später die so genannten "Lümmelfilme" über Schülerstreiche. Eine weitere Welle wurde durch Oswalt Kolles Aufklärungsfilme ausgelöst, unter dem Etikett "Report" drehte man billige Sexfilme für das breite Publikum.

Siehe auch: Liste bedeutender deutscher Filme

Weblinks

See also: Deutsche Filmgeschichte, Alexander Kluge, Autorenfilm, Berlin, Brüder Skladanowsky, Das Cabinet des Dr. Caligari, Deutschland, Die Feuerzangenbowle, Edgar Wallace, Filmgeschichte