Dickschicht-Hybridtechnik
Die Dickschicht-Hybridtechnik ist eine Aufbau- und Verbindungstechnik zur Herstellung elektronischer Schaltungen (Dickschicht-Hybridschaltung).
Als Trägermaterial dient meist Al2O3-Keramiksubstrat, Leiterbahnen werden drucktechnisch im Siebdruckverfahren aufgebracht. Ebenso werden elektrische Widerstände gedruckt. Eher selten auch Kapazitäten, da hier nur sehr kleine Werte (<10nF) möglich sind. Der Einsatz ungehäuster Halbleiterchips, also nackter Silizium Dice, bietet sich aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit des Substrates an. Die gebräuchlichsten Verbindungstechniken in der Dickschicht-Hybridtechnik sind das Reflow-Löten und das Bonden.
Vorteile:
- Einsatz verschiedener Fertigungstechniken möglich
- Substrat ist guter Isolator
- Verlustleistung wird gut abgeführt
- gleichmäßige Temperatur über die ganze Schaltung hinweg
- drucktechnisch realisierbare Widerstände höchster Genauigkeit (besser als 0,1%) in weiten Wertebereichen (milli bis Mega Ohm)
Einsatzort, im Prinzip überall dort, wo hohe Zuverlässigkeit gefragt ist oder widrige Umgebungsverhältnisse herrschen:
- Automobilelektronik: (Motorsteuerung, ABS...)
- Industrieelektronik mit hohen Leistungen
- Sensoren höchster Genauigkeit
- Luft- und Raumfahrt
- Telekommunikation
- Hochleistungscomputersysteme
- Militärische Produkte
Siehe auch: Dünne Schichten
