The Hunting of the Snark
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The Hunting of the Snark
The Hunting of the Snark (An Agony in Eight Fits) ist eine Unsinnsballade von Rev. Charles Lutwidge Dodgson (1832-1898), besser bekannt als Lewis Carroll.
Die in Versform verfasste Geschichte wurde 1876 als Kinderbuch mit zahlreichen Illustrationen von Henry Holiday erstveröffentlicht.
Inhalt...
Die Nonsensverse handeln, so viel scheint klar, von einer seltsamen und glücklosen Expedition, die sich mit Sorgfalt, Hoffnung und einer völlig blanken Ozeankarte aufmacht, den mysteriösen Snark zu fangen.
Kapitän des gewagten Unterfangens ist der strenge Bellman (Ausrufer) mit seiner Bimmel, des weiteren gibt es an Bord einen Boots (Stiefelputzer), einen Bonnet-maker (Haubenmacher), einen Barrister (Anwalt), einen Billiard-marker (Punktezähler beim Billard), einen Broker (Pfandleiher) sowie einen Banker (Bankier).
Außerdem, man glaubt es kaum, einen Butcher (Schlachter), der nur Biber schlachten kann, einen Beaver (Biber), des Butchers bester Freund, und schließlich, besonders tragisch, einen schrecklich vergesslichen Baker (Bäcker), dessen einzige Furcht es ist, sanft und plötzlich zu verschwinden.
Letzteres, so ist’s prophezeit, muss unweigerlich geschehen, sollte sich am Ende nur herausstellen, dass der Snark in Wahrheit ein Boojum gewesen ist!
... und Aushalt
Über eine mögliche Interpretation dieser legendär kryptischen Ballade sind, so munkelt man, schon unzählige Köpfe zerbrochen.
Carroll selbst schrieb zu den diversen Deutungsversuchen des Snark 1897, ein Jahr vor seinem Tod, (sinngemäß übersetzt) in einem Brief:
"Um deine Frage, 'Was meintest du dass der Snark sei?' zu beantworten: du kannst deiner Freundin ausrichten, dass ich lediglich meinte der Snark sei ein Boojum [...]. Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich wirklich keine andere Bedeutung im Sinn, als ich dies schrieb; aber die Leute haben seither versucht irgendwelche Bedeutungen darin zu finden. Diejenige, die ich am liebsten mag (und welche wohl, so denke ich, teilweise auch meine eigene ist) ist jene, dass es als eine Allegorie für das Streben nach Glück aufgefasst werden kann."
Seit 1962 gibt es eine Ausgabe mit Vorwort und umfangreichen Anmerkungen von Martin Gardner, der auch schon Carrolls ungleich berühmtere Erzählungen um Alice im Wunderland entsprechend aufgearbeitet hat.
Hingegen wenig bekannte deutsche Übersetzungen der "Agonie in acht Krämpfen" existieren unter dem Titel Die Jagd nach dem Schnark von Klaus Reichert sowie als Reklamausgabe Die Jagd nach dem Schnatz.
Der Snark wurde außerdem in etlichen Varianten für die Bühne und als Musical adaptiert (z.B. von Mike Batt) und dient verzweifelten Mathematikern (vgl. Graphentheorie) und Physikern zuweilen als Fundgrube für Verlegenheitsnamen seltsamer Phänomene.
