Die vier Freiheiten

Die vier Freiheiten bezeichnet eine programmatische Rede, die Franklin Delano Roosevelt am 6. Januar 1941 vor dem Kongress hielt.

Die Kraft dieser Rede resultiert aus ihrer Einfachheit und guten Formulierung. Elf Monate nach dieser Rede ereignete sich der japanische Überfall auf Pearl Harbor und damit der Kriegseintritt der USA.

Insofern wollte der Präsident der USA für die amerikanische Bevölkerung wohl mit dieser Rede eine Perspektive aufzeigen, da vorher in den USA keine Kriegsbereitschaft festzustellen war.

Allerdings werden in dieser Rede für amerikanische Auffassungen unbedenkliche wirtschaftliche und freiheitliche Momente miteinander verbunden, wie sie bald auch in späteren Dokumenten auftreten sollten.

Dokument: Die vier Freiheiten

"In künftigen Tagen, um deren Sicherheit wir uns bemühen,
 sehen wir freudig einer Welt entgegen, die gegründet ist 
 auf vier wesentlichen Freiheiten des Menschen.
 
Die erste dieser Freiheiten ist die der Rede und des
 Ausdrucks, und zwar überall in der Welt.
 
Die zweite dieser Freiheiten ist die, Gott auf seine Weise
 zu verehren, für jedermann und überall.
 
Die dritte dieser Freiheiten ist die Freiheit von Not. Das
 bedeutet, weltweit gesehen, wirtschaftliche Verständigung,
 die jeder Nation gesunde Friedensverhältnisse für ihre
 Einwohner gewährt, und zwar überall in der Welt.
 
Die vierte Freiheit aber ist die von Furcht. Das bedeutet,
 weltweit gesehen, eine globale Abrüstung, so gründlich und
 so lange durchgeführt, bis kein Staat mehr in der Lage ist,
 sinen Nachbarn mit Waffengewalt anzugreifen, und zwar 
 überall in der Welt."
 

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