Die Walküre

Das Rheingold - Die Walküre - Siegfried - Götterdämmerung

[[Bild:Siegmund_Sieglinde_and_Hunding.jpg|right|thumb|Siegmund, Sieglinde und ]]
[[Bild:Fricka.jpg|right|thumb|die erboste ]]
[[Bild:Hunding_Siegmund_fight.jpg|right|thumb|Hunding tötet ]]

Die Walküre ist der Titel einer Oper von Richard Wagner und bildet zusammen mit den drei Opern „Das Rheingold“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ das Gesamtwerk (bzw. die Tetralogie) „Der Ring des Nibelungen“. Beim Ring des Nibelungen handelt es sich um ein „Bühnenfestspiel“ für drei Tage und einen Vorabend. „Die Walküre“ wird am ersten Tag aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Hörbeispiel

Allgemeines

Handlung

Erster Aufzug

Im ersten Aufzug der Walküre erscheint Siegmund unter dem Namen Wehwalt bei Sieglinde, der Gattin Hundings. Siegmund und Sieglinde sind Zwillingskinder, von Wotan gezeugt, den sie unter dem Namen Wälse kennen. Da Sieglinde schon früh geraubt und Hunding zur Ehe gegeben wurde (das ungefragt Schächer ihm schenkten zur Frau), erkennen die Zwillingsgeschwister einander zunächst nicht.

Heimgekehrt erfragt Hunding die Herkunft des Gastes und stellt fest, dass zwischen Siegmund und seiner Sippe Feindschaft besteht. Zwar zwingt ihn das Gastrecht, Siegmund für die Nacht zu beherbergen, doch bestimmt er, dass am anderen Morgen der Zweikampf zwischen ihm und Siegmund entscheiden solle.

Hunding legt sich schlafen (Sieglinde: ich würzt ihm betäubenden Trank). Sieglinde schleicht sich zu Siegmund und erzählt ihm von dem Schwert, das in der Esche, die in dem Raum steht, steckt. Das wäre dem bestimmt, der es da herausziehe. Siegmund zieht das Schwert, das er Nothung nennt, aus dem Stamm. Darüber hinaus entbrennen sie in Liebe zu einander. Sie erkennen ihre Beziehung als Zwillinge. In der inzestuösen Vereinigung der Geschwister (so blühe denn Wälsungenblut) wird Siegfried gezeugt.

Zweiter Aufzug

Der zweite versetzt uns in göttliche Sphären, wo sich Wotan mit Brünnhilde berät. Wotans Plan, den er am Ende des Rheingolds gefasst hatte, war inzwischen weiter umgesetzt worden. Helden, die im Kampf gefallen sind, werden von den neun Walküren, Wotans Töchtern, auf die von den Riesen errichtete Burg Walhall gebracht, um, wenn Alberich jemals einen Angriff auf die Herrschaft der Götter unternehmen sollte, Wotan zur Seite zu stehen.

Der zweite Teil des Planes Wotans richtet sich auf die Wiedererlangung des von Alberich geschmiedeten Ringes. Er selbst darf gegen Fafner nicht antreten (mit dem ich mich vertrug, den darf ich nicht treffen), so wünscht er sich einen unabhängigen Helden, der den Ring für ihn zurückgewinnen könnte. In dieser Rolle sieht er Siegmund.

Fricka jedoch verlangt von ihm, im Zweikampf für Hunding einzutreten. Wotan, der Wahrer der göttlichen Ordnung, kann den Ehebruch, den Siegmund und Sieglinde begangen haben, letztlich nicht rechtfertigen. Außerdem erkennt er, dass Siegmund eben nicht unabhängig ist, denn das Schwert stammt von Wotan. Fricka fordert und erhält den Eid Wotans, Siegmund im Kampf nicht zu unterstützen.

Als Brünnhilde von Wotan den Auftrag erhält, das Kampfeslos zu Gunsten Hundings zu wenden, ist sie verzweifelt. Sie erscheint Siegmund in der fünften Szene des zweiten Aufzugs, der sogenannten Todesverkündung. Tief gerührt stellt sie fest, dass Siegmund mehr an Sieglinde als an Walhall, dem Traum aller Helden, hängt. Sie versucht, sich Wotans Befehl zu widersetzen und Siegmund zu helfen, doch führt dies nur dazu, dass Wotan selbst eingreifen und den Kampf für Hunding entscheiden muss.

Dritter Aufzug

Der dritte Aufzug führt uns auf den Walkürenfelsen, dessen Darstellung ein Charakteristikum jeder werkgetreuen Ring-Inszenierung ist.

Wotan verfolgt Brünnhilde, die nach ihrer Tat mit Sieglinde geflohen war, um sie dafür zu bestrafen, dass sie sich seinem Auftrag widersetzt hatte. Brünnhilde gelingt es noch, Sieglinde den Weg zur Flucht zu weisen, wobei sie der Frau auch verkündet, dass sie einen Sohn gebären wird (den hehrsten Helden der Welt hegst du, o Weib, im schirmenden Schoß!). Das Schwert Siegmunds, das bei dem Zweikampf zerstört worden war, gibt sie ihm für diesen Sohn als väterliches Erbteil mit.

Danach stellt sie sich dem Zorn Wotans, der ihr verkündet, dass sie fortan nicht mehr als Walküre existieren kann. Menschlich soll sie dem nächsten Manne folgen, der sie findet. Brünnhilde erreicht indes die Zusage Wotans, dass dies nur ein Held sein solle, wobei sie an den Sohn Sieglindes denkt. Wotan befiehlt Loge, ein Feuer um Brünnhilde zu errichten und bestimmt zum Abschluss der Walküre: Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nicht.

Weblinks

Walküre, Die Ring des Nibelungen, Der Ring des Nibelungen, Der

See also: Die Walküre, 1870, Das Rheingold, Der Ring des Nibelungen, Götterdämmerung (Oper), Hunding, Inzest, Mainz, Oper, Richard Wagner