Dielektrikum

Ein Dielektrikum ist jeder Isolator. Da in einem Isolator die Ladungsträger nicht frei beweglich sind, werden sie durch ein äußeres elektrisches Feld polarisiert. Dabei wird zwischen zwei Arten der Polarisation unterschieden:

  1. Verschiebungspolarisation: Elektrische Dipole werden induziert, d. h. Dipole entstehen durch geringe Ladungsverschiebung in den Atomen.
  2. Orientierungspolarisation: Ausrichtung der ungeordneten, permanenten Dipole eines Isolators im elektrischen Feld gegen ihre thermische Bewegung.

Die Kapazität C eines Kondensators hängt im wesentlichen vom verwendeten Dielektrikum, der Plattenfläche A und dem Abstand d der Platten zueinander ab:

C=\varepsilon_r  \cdot \varepsilon_0 \cdot { A \over d }

Je höher die Dielektrizitätszahl \varepsilon_r ist, desto mehr Energie kann in dem elektrischem Feld zwischen den Platten eines Kondensators gespeichert werden.

Eine weitere charakteristische Größe eines Dielektrikums ist dessen Durchschlagsfestigkeit, d. h. ab welcher Spannung das Dielektrikum seine Isolationseigenschaften verliert und es zu Überschlägen zwischen den Kondensatorplatten kommt.

Der Isolator zwischen den Leitern eines Koaxialkabels wird ebenfalls als Dielektrikum bezeichnet und bestimmt wesentlich die Eigenschaften der Leitung

See also: Dielektrikum, Dielektrizitätszahl, Dipol, Durchschlagsfestigkeit, Elektrische Kapazität, Elektrische Spannung, Elektrisches Feld, Isolator, Koaxialkabel, Kondensator (Elektrotechnik)