Diezmann

Diezmann wurde um 1260 als dritter Sohn Albrecht des Entarteten und der Margarethe, Tochter Kaiser Friedrich II., geboren.

Nachdem seine Mutter 1270 infolge der Zuneigung ihres Gatten zu Kunigunde von Eisenberg von der Wartburg fliehen mußte, wurde Diezmann und sein älterer Bruder Friedrich der Freidige am Hofe des Onkels, Markgraf Dietrich von Landsberg, erzogen. Herangewachsen, bekriegte er in Verbindung mit seinen Büdern Heinrich und Friedrich seinen Vater, weil dieser den von ihm mit Kunigunde gezeugten Apitz begünstigte. Albrecht der Entartete gedachte nämlich dem Apitz (in den Quellen auch Albrecht genannt) Thüringen zu vererben.

Diezmann gelangte zunächst aber in den Besitz des Pleißnerlandes, erhielt aber nach Heinrich des Erlauchten Tod (1288) die Lausitz und nach dem Tod des Friedrich Tutas (1291) das Osterland.

Durch den deutschen König Adolf von Nassau seines Erbes beraubt, gewann er es nach dessen Sturz wieder. Als König Albrecht I. mit einem bedeutenden Heer in das Osterland einfiel, brachten ihm Diezmann und Friedrich, die an der Spitze von bewaffneten Bürgern und Bauern sowie braunschweigischen Reiterhaufen standen, bei Lucka am 31. Mai 1307 eine vollständige Niederlage bei. Diezmann kehrte danach nach Leipzig zurück und starb daselbst im Dezember 1307.

Nach einer späteren Sage ist Diezmann am Christtag, 24. oder 25. Dezember 1307, durch einen gewissen Philip von Nassau in der Thomaskirche ermordet worden. Wahrscheinlicher ist aber, dass er am 10. Dezember 1307 starb.

Aus seiner Ehe mit Jutta, Tochter des Grafen Berthold VIII. von Henneberg, die er um 1295 geheiratet hatte, gingen vermutlich keine erbberechtigten Kinder hervor. Kategorie:Mann Kategorie:Deutscher Kategorie:Markgraf

Personendaten
Diezmann
Markgraf der Lausitz
um 1260
10. Dezember 1307
Leipzig

See also: Diezmann, 10. Dezember, 1260, 1270, 1295, 1307, Adolf von Nassau, Albrecht I. (HRR), Albrecht der Entartete