Digital Video
Die Einzelbilder werden beim DV-Standard unabhängig voneinander mittels eines JPEG-ähnlichen Verfahrens unter Verwendung der Diskreten Kosinustransformation (DCT) einzeln codiert. Das Verfahren ähnelt somit MJPEG und bietet im Gegensatz zu MPEG den Vorteil, Videos an jeder beliebigen Stelle ohne Qualitätsverlust schneiden zu können. Die Datenrate eine DV-Stroms liegt bei 25 Mbit/s, also rund 1 GByte pro 5 Minuten. Die Qualität ist im Vergleich zu älteren Kameras um ein Vielfaches besser und bietet MAZen zu einem niedrigen Preis. Dies führte zu mehr und mehr Akzeptanz im Broadcast-Bereich.
Die DV-Geräte haben unter anderem die gleichen analogen Schnittstellen wie Videogeräte des VHS- oder 8mm-Formates. Deswegen braucht man auch keinen PC, um die Daten wiederzugeben. Um sie jedoch digital und somit absolut verlustfrei kopieren zu können, wird die FireWire-Schnittstelle verwendet. Diese Verbindung wird auch für die Datenübertragung von und zu PCs eingesetzt.
Die Bilder werden digital aufgezeichnet und dabei auf ca. 20% komprimiert. Eine ähnliche Technik verwenden die professionellen Formate DVCAM (Sony) und DVCPro (Panasonic), wobei hier das Band schneller transportiert wird, womit mit weniger Datenverlust zu rechnen ist. Bei DVCPro50 wird gar mit der doppelten Datenrate (50 Mbit/s) gearbeitet, um eine noch bessere Qualität zu erreichen.
Weiterhin gibt es, ebenfalls von Panasonic, das Format DVCProHD, das zum Beispiel in dem firmeneigenen Kamerasystem VariCam verwendet wird. Dieses Format hat allerdings eine höhere Auflösung als das normale Fernsehen und wird für HDTV-Aufzeichnungen sowie digitale Kinofilm-Produktionen verwendet.
Entwicklung
Nach dem Start 1996 machte das Digitale Video eine rasante Entwicklung. Bereits 1999 gab es Produkte von einer Vielzahl von Herstellern, wobei die Preise stetig fielen. Das ursprünglich für den Consumermarkt gedachte System machte sich wegen der herausragenden Qualität schnell auch im professionellen Bereich einen guten Namen.
MiniDV
thumb|Eine MiniDV-Kassette Kleines Kassettenformat von DV für den Home- und semiprofessionellen Bereich, mit den gleichen Bandeigenschaften wie DV. Die Aufzeichnungsdauer beträgt 60 Minuten. Der Unterschied zum professionellen DV-Format ist dabei nur geringfügig und liegt eher in der besseren Qualität professioneller Kameras begründet.
Weblinks
- Kurzer Artikel über DV-Kameras
- Die wichtigsten digitalen Bandformate im Überblick
- Die IEEE 1394 - Firewire i-Link Schnittstelle
- Die Videoaufzeichnungn - technische Grundlagen
Kategorie:Videobandformat
Kategorie:Kompressionsalgorithmus
