Dimethylformamid

Strukturformel
Bild:DMF.gif
Allgemeines
Name (IUPAC) N,N-Dimethylmethanamid
Summenformel C3H7NO
Andere Namen N,N-Dimethylformamid, Dimethylformamid, Ameisensäuredimethylamid, DMF, DIF
Kurzbeschreibung Farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit bei 20 °C
CAS-Nummer 68-12-2
Sicherheitshinweise
70px
T (Giftig)
R- und S-Sätze R 61,20/21,36
S 53,45
Handhabung Schutzmaßnahmen: Handschuhe aus Nitril, Atemschutz und Schutzbrille
Lagerung Gut belüfteter Ort, Temperatur 15-25 °C.
MAK 10 ppm; 30 mg/m3
LD50 (Ratte) 2800 mg/kg
LD50 (Kaninchen) 1500 mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Farbe farblos
Dichte 0,94 g/cm³ (bei 20 °C)
Molmasse 73,10 g/mol
Schmelzpunkt -61,0 °C
Siedepunkt 153,0 °C
Dampfdruck 3,77 hPa bei 20 °C
Brechungsindex 1,4300-1,4320 bei 20 °C
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit Keine Angaben
Gut löslich in Wasser, Ethanol, Ether
Schlecht löslich in Keine Angaben
Unlöslich in Aliphatische Kohlenwasserstoffe
Kristall
Kristallstruktur Keine Angabe
Thermodynamik
ΔfH0g -191,7 in kJ/mol
ΔfH0l-239,3 in kJ/mol
ΔfH0sxx in kJ/mol

SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.

Dimethylformamid ist ein polares, organisches Lösemittel.
IUPAC-Name: N,N-Dimethylmethanamid
Synonyme: N,N-Dimethylformamid, Ameisensäuredimethylamid
Abkürzungen: DMF, DIF

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Dimethylformamid (Summenformel: C3H7NO) ist eine farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit mit schwach aminartigem Geruch. Der Schmelzpunkt beträgt -60 °C und der Siedepunkt 153 °C. DMF ist mit Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme von Alkanen, mischbar.

Toxizität

Gesundheitsschädlich beim Einatmen und Berührung mit der Haut. Reizt die Augen. DMF wirkt sich mit größter Wahrscheinlichkeit teratogen auf das ungeborene Kind aus. DMF ist nicht kanzerogen beziehungsweise mutagen im Tierversuch.

Herstellung

Die großtechnische Herstellung von DMF erfolgt auf zwei verschiedenen Wegen, nach einem einstufigen und einem zweistufigen Prozess. Bei der einstufigen Synthese wird Dimethylamin mit Kohlenmonoxid bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck direkt zu DMF umgesetzt. Die Reaktion wird in der Flüssigphase mit Hilfe eines Katalysators (Na-Methylat) durchgeführt:

(CH3)2NH + CO —> (CH3)2N-CO-H

Bei der zweistufigen Synthese wird die Umsetzung von Dimethylamin mit Ameisensäuremethylester durchgeführt, es entsteht Methanol als Nebenprodukt:

(CH3)2NH + HCOOCH3 —> (CH3)2N-CO-H + CH3OH

Beide Synthesen verlaufen mit hohen Ausbeuten ohne die Bildung nennenswerter Nebenproduke. Die Produktaufarbeitung erfolgt in beiden Fällen durch mehrstufige Destillation.

Verwendung


Kategorie:Chemische Verbindung

See also: Dimethylformamid, Acetal, Aggregatzustand, Aldehyd, Alkane, Ameisensäuremethylester, Benzol, Brechungsindex, Butadien, CAS-Nummer