Dolomit (Gestein)

Dolomit ist ein Karbonatgestein, das zu mindestens 90 Prozent aus dem Mineral Dolomit mit der chemischen Zusammensetzung CaMg(CO3)2 ("CaCO3·MgCO3") besteht. Bei geringeren Gehalten an Dolomit liegt ein dolomitischer Kalkstein vor. Es ist elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb oder grüngrau.

Dolomitsteine haben meist ein zuckerkörniges Aussehen, eine rauhe Bruchfläche, sind fossilfrei und entweder durch die primäre Ausfällung von Dolomit oder die sekundäre Dolomitisierung von Kalkstein entstanden.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Deutsche Vorkommen von Dolomitstein und dolomitischen Kalksteinen treten häufig in Verbindung mit Kalkstein auf, so in der Eifel, im Ostfälischen Bergland, im Sauerland, auf der Schwäbisch-Fränkischen Alb, am westlichen und südlichen Harzrand, im Thüringischen Schiefergebirge und den Lagen des Vorspessarts.

Sorten

Deutsche Sorten: Kleinziegenfeld (dolomitischer Kalkstein) aus Oberfranken; Dietfurt, Wachenzell (Oberbayern); Salzhemmendorf (Ostfälisches Bergland); Nüxei (Harz/Südharz); Meskalith (Rheinland-Pfalz); Massenkalk (Bergisches Land, Sauerland); Hösbach-Rottenberg (Unterfranken) Zechsteindolomit.

Ausländische Sorten: Libiaz (Polen).

Verwendung

Dolomit wird für Bodenbeläge aller Art und als Pflasterstein eingesetzt. Zerkleinert dient er vor allem auch als Zusatzstoff bei der Herstellung von Stahl in Hochöfen. Darüberhinaus ist er Hauptbestandteil von Mineralwolle und Technische Glase, Einsatz in Bodenstabilisierung sowie als Düngekalk für die Landwirtschaft.

Dolomit wird für die Verschiedenen Einsatzbereiche auch gebrannt. Hierbei wird bei ca. 900 °C aus CaMg(CO3)2 - CaMgO2 ("CaO·MgO").

Geschichte

Dolomit ist nach dem französischen Geologen Deodat de Dolomieu (1750 - 1801) benannt.

Weblinks


Kategorie:Gestein

See also: Dolomit (Gestein), Deodat de Dolomieu, Dolomit, Eifel, Hochofen, Kalkstein, Mineral, Sauerland, Stahl