Dominica

left|25px|Begriffsklärung Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Insel Dominica. Dominica steht auch für eine 303 in Tropea (Kampanien) hingerichtete christliche Märtyrerin
Commonwealth of Dominica
Commonwealth von Dominika
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Flagge Dominicas

(Details)
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Roseau
Staatsform Republik
Regierungsform Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt Nicholas Liverpool
Regierungschef Roosevelt Skerrit
Fläche 754 km²
Einwohnerzahl 69.278 (Stand Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 92 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit 3. November 1978 von Großbritannien
Währung Ostkaribischer Dollar
Zeitzone UTC-4
Nationalhymne Isle of Beauty, Isle of Splendour
Kfz-Kennzeichen WD
Internet-TLD .dm
Vorwahl +1767
330px|none|Lage Dominicas in der Welt
330px|none|Lage Dominicas in der Karibik
Bild:Do-map.png

Dominica ist eine Insel der kleinen Antillen und liegt zwischen der Karibik und dem Atlantik, bei 15° 25' Nord und 61° 20' West. Die Inselrepublik bildet einen eigenständigen Mitgliedsstaat des Commonwealth of Nations. Dominica ist nicht zu verwechseln mit der Dominikanischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Dominica ist auch bekannt als die Naturinsel der Karibik wegen ihrer spektakulären, üppigen und verschiedenartigen Tier- und Pflanzenwelt, welche durch ein umfassendes System von Naturparks geschützt wird. Die höchsten Berge der Kleinen Antillen und thermisch aktive Seen befinden sich auf der Insel. Die vulkanischen Gipfel bestehen aus Lava-Kratern.

Das Klima ist tropisch, gemäßigt durch nordöstliche Winde, mit schweren Regenfällen. Unberechenbare Überflutungen sind eine ständige Bedrohung, zerstörerische Hurrikane sind während der späten Sommermonate zu erwarten.

Bevölkerung

Dominica hat ungefähr 70.000 Einwohner, das Bevölkerungswachstum ist aufgrund der starken Abwanderung (überwiegend in andere karibische Inseln, die USA und Kanada) rückläufig (-0,63 %, Stand 2003).

Ca. 77 % der Bevölkerung sind katholisch, 15 % protestantisch (5 % Methodisten, 3 % Pfingstkirchler, 3 % Adventisten, 2 % Baptisten, 2 % Andere). Voodoo und voodooähnliche Religionen sind ebenfalls verbreitet und werden oft ohne Scheu parallel zu den christlichen Religionsbekenntnissen ausgeübt.

Neben der Amtssprache Englisch ist Patois, eine französische Kreolsprache mit arawakischen Einflüssen, als Umgangssprache weitverbreitet.

In einem Reservat (Carib Territory) leben die letzten Indianer vom Stamm der Kariben, die der Karibik ihren Namen gegeben haben.

Der damals vermutlich älteste Mensch der Welt, Elizabeth Israel oder einfach Ma Pampo, laut vom Guiness Buch der Rekorde angezweifeltem Taufregister der örtlichen katholischen Kirche in Portsmouth am 27. Januar 1875 geboren, lebte bis 2003 auf Dominica.

Die Staatsangehörigen Dominicas sollen laut StAGN im Deutschen als Dominicaner bzw. Dominicanerinnen bezeichnet werden. (Zu unterscheiden von den Staatsangehörigen der Dominikanischen Republik, die mit der orthographischen Variante Dominikaner bzw. Dominikanerinnen bezeichnet werden sollen.)

Geschichte

Dominica war die letzte karibische Insel, welche von Europäern kolonialisiert wurde, da dort der Widerstand der Ureinwohner besonders stark war. Im Jahr 1763 übergaben die Franzosen die Insel an Großbritannien, welches sie 1805 zur Kolonie erklärte. Nachdem Dominica von 1958 bis 1962 eine Provinz der Westindischen Föderation gewesen war, wurde am 3. November 1978 die Unabhängigkeit von Großbritannien erklärt.

1980, zwei Jahre nach der Unabhängigkeit, verbesserte sich die politische Lage auf Dominica, als die damalige korrupte und tyrannische Regierung durch die Regierung von Mary Eugenia Charles abgelöst wurde. M. E. Charles war die erste weibliche Staatschefin in der Karibikregion und blieb 15 Jahre im Amt.

Politik

Doninica ist eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament.

Es ist unter anderem Mitglied des Commonwealth of Nations, der Caribbean Community (CARICOM), der Organisation of Eastern Caribbean States (OECS) und der OAS.

Siehe auch:

Verwaltungsgliederung

Dominica ist in zehn Bezirke (Parish) eingeteilt: Saint Andrew, Saint David, Saint George, Saint John, Saint Joseph, Saint Luke, Saint Mark, Saint Patrick, Saint Paul, Saint Peter.

Infrastruktur

Das Straßennetz hat eine Länge von 780 km, davon sind 387 km unbefestigt (Stand 1999). Seehäfen gibt es in Portsmouth und Roseau.

Dominica verfügt über zwei Flughäfen: Melville Hall Airport (IATA-Code: DOM) und Canefield Airport (IATA-Code: DCF).

Wirtschaft

Die Wirtschaft Dominicas ist von der Landwirtschaft, vor allem von Bananen, abhängig und bleibt durch die klimatischen Bedingungen und der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit sehr verwundbar.

Der Hurrikan Luis zerstörte 1995 die Bananenernte, nachdem bereits 1994 tropische Stürme ein Viertel der Ernte zunichte machten. Die Wirtschaft erholte sich später wieder durch Wachstum in der Baubranche, der Seifenproduktion und durch den Tourismus. Die touristische Entwicklung bleibt durch die raue Küste, dem Fehlen von Stränden und dem Fehlen eines internationalen Flughafens aber schwierig. Das wirtschaftliche Wachstum ist träge, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 20 %. Die Regierung versucht den Finanzsektor zu stärken um unabhängiger von der Insellage zu werden.

Kultur

Feiertage

Datum Name Deutscher Name Anmerkungen
1. Januar Neujahr
2. Januar 2. Januar
Februar/März Karneval Rosenmontag
Februar/März Aschermittwoch
März/April Karfreitag
März/April Ostern Ostermontag
Mai Erster Mai Dieser Feiertag fällt immer auf den ersten Montag im Mai.
Mai Pfingsten Pfingstmontag
1. August Tag der Emanzipation
3. November Unabhängigkeitstag
4. November Tag zum Wohl des Volkes
25. und 26. Dezember Weihnachten 1. und 2. Weihnachtsfeiertag

Berühmte Dominicaner

Weblinks


minnan:Dominica

See also: Dominica, 1. August, 1. Januar, 1763, 1805, 1958, 1962