Donna Summer
Donna Summer (* 31. Dezember 1948 in Boston, Massachusetts; eigentlich LaDonna Andrea Gaines) ist eine US-amerikanische Sängerin.
Wie viele afro-amerikanische Musiker, sammelte sie ihre ersten Gesangserfahrungen in einem Gospelchor. Nicht zufällig wurde Mahalia Jackson zu ihrem ersten Idol.
Bevor sie 1967 nach New York ging, sang sie in der Bostoner Psychedelic Rock Band The Crow. In New York bewarb sie sich für das Musical Hair und bekam eine Rolle. Allerdings in der deutschen Fassung Haare (damals ebenfalls im Team, die Schlager-Stars Jürgen Marcus und Su Kramer).
Nach ihrem Umzug nach München heiratete sie Helmut Sommer, aus dessen anglifiziertem Namen ("Summer") ihr Künstlername, Donna Summer, vervollständigt wurde.
In Deutschland war sie zunächst weiterhin als Musicalsängerin aktiv (unter anderen Godspell, Showboat) und wurde dann von Giorgio Moroder und Pete Bellotte, einem Produzenten/Songwriterteam, entdeckt wurde.
Ihr erster internationaler Hit, Love To Love You Baby, angelehnt an Jane Birkins und Serge Gainsbourgs Je t'aime, entwickelte sich zum Skandal, da die Aufnahmen besonders durch die aufreizenden Stöhnlaute der Sängerin auffielen. Zu diesem Zeitpunkt wurde bei der Vermarktung von Donna Summer insgesamt mehr Wert auf ihr Äußeres denn ihr Gesangstalent gelegt. Dies änderte sich erst im Laufe der folgenden Jahre unter anderem mit einem Disco-Cover des 60s Klassikers MacArthur Park von Richard Harris und einem Duett mit Barbra Streisand.
1977 erschien das Album I Remember Yesterday. Die darauf enthaltene Hit-Single I Feel Love, die Moroder mit einem Synthesizer-erzeugten Loop unterlegte, gilt als musikalisch bahnbrechend und inspirierte zahlreiche Techno- und House-Produzenten.
Ferner veröffentliche sie 1977 ein Konzept-Album namens Once Upon A Time, das die Sängerin als Märchenprinzessin auf vier LP-Seiten präsentierte. Musikalisch wandelte sie dabei wie gewohnt auf Disco-Pfaden, überraschte aber auch durch Balladen und Mid Tempo-Stücke.
1979 zeigte sie mit dem Album Bad Girls ihr Talent als Songwriterin und offenbarte in den frühen 80ern ihre Hinwendung zum Christentum.
1981 trennte sich das Gespann Summer/Moroder/Bellotte. In der Folgezeit arbeitete Donna Summer mit verschiedenen Produzenten, wie Quincy Jones, Richard Perry und Michael Omartian. Sie löste sich damit immer mehr von ihrem ungeliebten Image als "singendes Püppchen", wenngleich der kommerzielle Erfolg nicht so überwältigend war, wie in der Disco-Zeit. Mit She Works Hard For The Money (1983) oder This Time I Know It's For Real (1989; produziert von Stock Aitken Waterman) gelangen ihr aber immer wieder Top 10-Hits in den internationalen Charts.
Abschließend kann man sagen, dass Donna Summer neben den Bee Gees und KC & The Sunshine Band eine der wenigen "echten" Stars war, die die Disco-Szene hervorbrachte.
Weblinks
- Diskographie bei discogs.com
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Summer, Donna |
| ALTERNATIVNAMEN | LaDonna Andrea Gaines (eigentlich) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Sängerin |
| GEBURTSDATUM | 31. Dezember 1948 |
| GEBURTSORT | Boston, Massachusetts, USA |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
