Dopamin

Strukturformel
Bild:Dopamin.png
Allgemeines
Name Dopamin
Summenformel C8H11NO2
Andere Namen 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)ethylamin; 3,4-Dihydroxyphenethylamin; 3-Hydroxytyramin; DA; Intropin; 4-(2-Aminoethyl)brenzkatechin
Kurzbeschreibung weißes Pulver von charakteristischem Geruch
CAS-Nummer 62-31-7 (Hydrochlorid)
Sicherheitshinweise
Bild:Gefahrensymbol_X.png
Xi reizend
R- und S-Sätze R 36/37/38
S 26-36
Handhabung Schutzmaßnahmen: Handschuhe, Staubmaske
Lagerung Behälter dicht geschlossen halten. Behälter an einem kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Nicht lagern über 4°C.
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte) 2859 mg/kg
LD50 (Kaninchen) -- mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest
Farbe weiß
Dichte -- g/cm3 (-- °C)
Molmasse -- g/mol
Schmelzpunkt 240-248 °C
Siedepunkt -- °C
Dampfdruck -- hPa
Löslichkeit -- g/l in Wasser (20 °C)
Gut löslich in Wasser
Schlecht löslich in --
Unlöslich in Ethanol, Aceton
Thermodynamik
Kristallstruktur --
ΔfH0g in kJ/mol
ΔfH0lin kJ/mol
ΔfH0sin kJ/mol
S0g, 1 barin J/(mol · K)
S0l, 1 barin J/(mol · K)
S0sin J/(mol · K)
Analytik
Klassische Verfahren --

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Dopamin (Abk.: DA) ist ein wichtiger Neurotransmitter. Es ist ein biogenes Amin aus der Gruppe der Katecholamine.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Dopamin ist ein Neurotransmitter des vegetativen Nervensystemes. Es wird für eine Vielzahl von lebensnotwendigen Steuerungs- und Regelungsvorgängen benötigt. Das Dopamin steuert beispielsweise die extrapyramidale Motorik. Es besteht daher ein Zusammenhang mit der Parkinsonschen Erkrankung . Dopamin steht ebenfalls im Zusammenhang mit den neurobiologischen Aspekten von Psychosen und verschiedenen Störungen. Auch bei der Regelung der Durchblutung der Bauchorgane, speziell der Nieren ist Dopamin beteiligt. Ferner wird ihm eine wichtige Rolle bei Suchterkrankungen zugeschrieben. Beim Gebrauch von verschiedenen Rauschdrogen kommt es zur Ausschüttung von Endorphinen, Dopamin, Serotonin und Gamma-Aminobuttersäure. Dadurch werden zunächst euphorische Zustände ausgelöst; das dopaminerge System wirkt als Bote für die Auslösung der Entzugssyndrome.

Synthese

thumb|left|300px|Biosynthese des Adrenalins

Dopamin ist ein Zwischenprodukt in der Biosynthese von Adrenalin ausgehend von der Aminosäure Tyrosin. Tyrosin wird durch Thyrosin-Hydroxylase in L-DOPA umgewandelt und dieses wiederum durch Aminosäure-Decarboxylase in Dopamin.

Medizinische Verwendung

Die therapeutische Anwendung von Dopaminen erfolgt bei Schocks, besonders niedrigem Blutdruck, Nierenversagen. Unerwünschte Wirkungen sind Erbrechen und Herzrhythmusstörungen. Die übermäßige Ausschüttung von Dopamin und dessen Agonisten kann zur Schizophrenie führen. Zur Behandlung von Parkinson (Erhöhung des Dopaminspiegels im ZNS) wird Dopamin in Form seines Prodrugs Levodopa (L-Dopa), zumeist in Verbindung mit einem der beiden peripheren Decarboxylasehemmer Carbidopa oder Benserazid gegeben. Die Verabreichung in Form von Levodopa ist nötig, da Dopamin selber die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen kann.

Wiki-/Weblinks

Siehe auch:


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See also: Dopamin, Adrenalin, Aggregatzustand, Agonist, Antidepressiva, Biogenes Amin, Blut-Hirn-Schranke, Blutdruck, CAS-Nummer