Drehleiter

thumb|250px|Drehleiter Die Drehleiter ist das häufigste und bekannteste Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr. Heute verfügt sie meist über einen Korb, der am sogenannten Leiterpark fest montiert ist oder (bei etwas älteren Fahrzeugen) in diesen eingehängt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben der Drehleiter

Kurzbezeichnungen

thumb|Drehleiter mit Korb DLK 23/12 Wie bei allen Feuerwehrfahrzeugen (in Deutschland) werden auch bei Drehleitern die Haupteigenschaften in einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen beschrieben. Hierbei bedeuten

Beispiele

Technik

Technischer Aufbau

Der Leiterpark besteht aus mehreren ineinanderliegenden Leitersegmenten, die motorisch ausgefahren werden. Er ist mit einem Drehkranz auf dem Fahrzeugfahrgestell befestigt, der sich um 360° drehen lässt. Zur Bedienung des Leiterparks befindet sich auf dem Drehkranz neben der Leiter ein Steuerstand. Dieser wird i.d.R. vom Maschinisten bedient. Bei vielen Modellen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Leiter vom Leiterkorb aus zu steuern. Um für den Betrieb der Leiter einen stabilen Stand zu schaffen und ein Umkippen zu verhindern, werden seitliche Abstützungen ausgefahren. Hier sind Waagerecht-Senkrecht-Abstützungen und Schräg-Abstützungen bekannt. thumb|Drehleiter auf Magirus Fahrgestell (älteres Modell) Drehleitern gibt es an sich seit 1904. In jenem Jahr stellte die Firma Magirus® das erste Leiterfahrzeug vor, bei welchem der Fahrzeugmotor auch für den Leiterbetrieb genutzt werden konnte. Alle zuvor entwickelten Fahrzeuge hatten stets auf mechanischen Prinzipien zum Auszug der Leiter beruht.

Besatzung

Drehleitern sind üblicherweise für eine Truppbesatzung (1+2) ausgelegt. Drehleitern mit Staffelbesatzung (1+5) gab es früher und sie werden heute nur noch von wenigen Feuerwehren mit besonderem Bedarf neu beschafft.

Feuerwehrtechnische Beladung

Die feuerwehrtechnische Beladung von Drehleitern ist meist gering. Eine Pumpe und ein Wassertank sind nicht an Bord. Ein wichtiger Bestandteil der Beladung ist ein Schlauch, der so lang ist, wie die voll ausgefahrene Leiter. Mit ihm wird der Wasserwerfer im Leiterkorb mit Wasser versorgt. Zusammengekuppelte Schläuche können hierfür nicht verwendet werden, da der Schlauch auf den Leitersprossen liegt und eine Kupplung sich beim Ein- oder Ausfahren der Leiter sofort verhaken würde.

Häufigste Bauform

Die häufigsten Drehleitern sind in Deutschland die DLK 23-12. Dies hat seinen Grund darin, dass Gebäude bis 22m Höhe baurechtlich als "hohe Häuser" bezeichnet werden und Gebäude oberhalb dieser Grenze "Hochhäuser" sind. "Hohe Häuser" können so konzipiert werden, dass Personen, die das Gebäude aufgrund von Feuer bzw. Verrauchung nicht mehr über Flure und Treppenhäuser verlassen können, über Drehleitern gerettet werden. Bei Hochhäusern hingegen müssen z.B. zwei getrennte Treppenhäuser vorgesehen werden, damit mindestens eines der Treppenhäuser noch als Fluchtweg nutzbar ist, wenn das andere unpassierbar geworden ist.

Aus diesem Grund sind

Sonderformen

Einige Drehleitern verfügen über ein Gelenk im Leiterpark (DL CC (Bezeichnung von MAGIRUS®)) welches das Abknicken der Leiter ermöglicht, wodurch beispielsweise Dachflächenfenster besser erreicht werden können.

Um auch in engen Straßen eingesetzt werden zu können, können viele moderne Drehleitern (DLK Vario), auch bei unterschiedlich weit ausgefahrenen Stützen, sicher eingesetzt werden.

Leiterbühnen (LB) besitzen einen im Vergleich zur Drehleiter größeren Korb, werden aber heute nicht mehr gebaut.

Drehleitern bei Feuerwehren in den USA

In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) kommen vielfach Drehleitern zum Einsatz, die auf wesentlich schwereren Fahrgestellen aufgebaut sind als im deutschsprachigen Raum. Die sogenannten Ladder Trucks in den größeren Städten der USA haben oftmals eine bedeutend höhere maximale Rettungshöhe, was durch die dortige, höher aufragende Bebauung begründet ist. Anzutreffen sind dort im Gegensatz zu den Standards Mitteleuropas auch Drehleiterfahrzeuge, die auf der Basis eines Sattelschleppers entwickelt wurden und bei denen der Leiterpark mit der Spitze entgegen der Fahrtrichtung abgelegt wird.

Siehe auch: Teleskopmast


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See also: Drehleiter, 1904, Angriffstrupp, Drehleiter 25, Feuerwehr, Hubrettungsfahrzeug, Magirus, Nennausladung, Nennrettungshöhe