Druckbelüfter
Ein Druckbelüfter, auch Hochdruck(be)lüfter oder Überdruckbelüfter genannt, ist ein feuerwehrtechnisches Gerät, das eingesetzt wird, um verqualmte Räume oder Häuser rauchfrei zu machen. thumb|Der Hochdruckbelüfter der FFW Helmarshausen
Merkmale
Ein Druckbelüfter ähnelt im Prinzip einem überdimensionalem Ventilator, der entweder durch einen Benzinmotor (nicht ex-geschützt) oder durch einen Elektro- oder Wasserantrieb (ex-geschützt) in Bewegung gesetzt wird.
Einsatz
Der Druckbelüfter erzeugt während des Betriebes einen Luftkegel. Mit diesem Luftkegel deckt man die sogenannte Eintrittsöffnung ab (meistens die Haustür oder ein Fenster im Ergeschoss). Dadurch entsteht im Inneren des Hauses ein Überdruck, der den Rauch aus dem Gebäude heraustreibt. Voraussetzung dafür ist, dass eine entsprechende Abzugsöffnung vorhanden ist, die etwa die 1,5fache Größe der Eintrittsöffnung haben sollte. Diese Öffnungen können fest eingebaute Rauchabzugsöffnungen sein (wie in öffentlichen Gebäuden üblich), oder ein Fenster, das vom Angriffstrupp vorher geöffnet worden ist.
Hinweise
Der Druckbelüfter belüftet das Gebäude mit frischer Luft. Dabei besteht die Gefahr, dass ein schwelendes Feuer durch die neue Sauerstoffzufuhr wieder angefacht wird. Allerdings fördert der Belüfter auch den Abzug gefährlicher (weil brennbarer) Gase, wie Kohlenstoffmonoxid, ist also auch während des Einsatzes zur Unterstützung vorgehender Trupps einsetzbar.
