Druckfarbe

Druckfarben sind farbmittelhaltige Gemische, die mit Hilfe einer Druckform auf einen Bedruckstoff übertragen werden und dort eine Schicht bilden, die trocknet.

Druckfarben bestehen aus:

Da die Schichtdicken der Druckfarben auf dem Bedruckstoff sehr gering sind (typisch 1 - 8 µm, dagegen bei Lackierungen 30 - 200 µm) kommen nur besonders farbstarke Pigmente zum Einsatz. Spezielle Ruße für Schwarzfarben, Titandioxid für Deckweiß, ca. 100 verschiedene synthetische organische Pigmente für Buntfarben und feingemahlene Metallpigmente (Bronzen) für Metalleffekte.

Die Zusammensetzung der Bindemittel richtet sich nach den jeweiligen Druckverfahren:

Eingeteilt werden Druckfarben nach den Druckverfahren, für die sie hergestellt sind (Bogen-, Rollenoffsetfarben; Flexodruckfarben usw.), nach ihrer Farbe und dem verwendeten Farbsystem (Skalenfarben, Schmuckfarben, Tagesleuchtfarben, Metalleffektfarben, Sicherheitsfarben usw.), sowie nach den Bedruckstoffen, für die sie geeignet sind (Folien-, Blechdruck-, Textilfarben usw.).

Druckfarben sind in unterschiedlichsten Gebinden im Handel, von der 1 kg-Blechdose bis zum 1000 kg-Container. Druckereien mit sehr großem Bedarf werden mit Tankwagen beliefert.

Die Toner der elektrostatischen und die Tinten der Tintenstrahl-Druckverfahren sind keine Druckfarben nach der üblichen Definition. Die Bezeichnung Druckerschwärze für (schwarze) Druckfarbe wird fachsprachlich nicht verwendet.

Literatur

See also: Druckfarbe, Bedruckstoff, Bindemittel, Buchdruck, Druckform, Druckverfahren, Elektrofotografie, Farbmittel, Gemisch, Lösemittel