Duke Ellington

Edward Kennedy "Duke" Ellington, (* 29. April 1899, Washington, D.C., † 24. Mai 1974, New York), war ein amerikanischer Jazz-Komponist, -Pianist und -Bandleader, Träger der Freiheitsmedaille des Präsidenten 1969 und seit 1973 Mitglied der Ehrenlegion in Frankreich.

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"It don´t mean a thing, if it ain´t got that swing."

Duke Ellington war eine herausragende Größe des Jazz der 1920er bis zu den 1960er Jahren mit einem bis heute nicht zu unterschätzenden Einfluss. Man zählt ihn zu den größten amerikanischen Komponisten. Zu seinen zahlreichen Erfolgen zählen: Take the A Train, Satin Doll, Rockin' in Rhythm, Mood Indigo, Caravan oder Sophisticated Lady. In den 1920er und 1930er Jahren entstanden sie häufig in Zusammenarbeit mit Irving Mills, ab Ende der 1930er Jahre mit Billy Strayhorn.

Viele seine Werke schrieb Ellington für einzelne Musiker seines Orchesters. Dabei setzte er deren individuelle Talente gezielt für den Klang seiner Musik ein. Dazu zählten Johnny Hodges, Bubber Miley, Cootie Williams, Joe "Tricky Sam" Nanton, Barney Bigard, Ben Webster, Harry Carney, Sonny Greer, Otto Hardwicke und Wellman Braud. Zu den bekanntesten dieser Kompositionen zählt das 1940 aufgenommene Concerto for Cootie. Einige Musiker wie Jimmy Blanton und Ben Webster gaben dem Jazz während der kurzen Zeit, die sie mit Ellington spielten, weitreichende Impulse, viele Musiker wie Johnny Hodges, Barney Bigard und Otto Hardwicke gehörten Jahrzehnte zu seinem Ensemble und erlebten in dieser Zeit ihre künstlerischen Höhepunkte.

Ellington war der Sohn des Oberkellners James Edward Ellington, der einmalig als Butler im Weissen Haus arbeitete, später einen Party-Service betrieb und versuchte seine Kinder zu erziehen, als wären sie Millionäre. Ersten Klavierunterricht erhielt er als Siebenjähriger von seiner Mutter, Daisy Kennedy Ellington. Aufgrund seiner aristokratischen Ausstrahlung wurde er bereits in seiner Jugend von Schulkollegen zum „Duke“ ernannt. Er begann seine professionelle Karriere als Musiker mit 17 Jahren. Als er mit 24 Jahren nach New York zog, gründete er dort mit einer Gruppe Musikern aus Washington die Band "The Washingtonians". Ellington & The Washingtonians spielten in verschiedenen New Yorker Clubs und tourten bis 1927 als Tanzmusikband durch Neu-England. Als der berühmte King Oliver den bekannten Cotton Club verließ, wurde Ellington der Job als Hausband angeboten. In den Harlemer Clubs, vor allem durch die regelmäßigen Radioübertragungen vom Cotton Club, erreichte "Duke Ellington and his Jungle Band" nationale Bekanntheit.

In dieser Zeit hatte Ellington die Möglichkeit, Musik in vielfältigen Stilvarianten für Tanztheater und weitere Spezialgebiete der Band zu komponieren. Er experimentierte vielfach in der Tonalität, mit schreienden Trompeten und Wah-Wah, oder knurrenden Saxophonen. Als Ellington den Cotton Club 1931 verließ, war er einer der bekanntesten Afro-Amerikaner; regelmäßig produzierte er für Schallplattenfirmen und Filmstudios. Ellington unternahm mit seiner Band Tourneen durch die Vereinigten Staaten und Europa, sowie eine Welttournee in den 1960er Jahren. Er wirkte sein ganzes Leben als musikalischer Experimentator und nahm mit John Coltrane und Charles Mingus sowie seinem Orchester zahlreiche Titel auf. Die Band erreichte in den 1940er Jahren einen kreativen Höhepunkt, als er für Orchester in unterschiedlichen Stimmen und hoher Kreativität arrangierte und komponierte. Diese Entwicklung wurde in erheblichen Maße von dem Pianisten, Arrangeur, und Komponisten Billy Strayhorn beeinflusst, den Ellington Ende der Dreißigerjahre kennen lernte und in sein Orchester aufnahm. Ellington und Strayhorn verband eine lebenslange, enge Freundschaft.

Doch selbst als Musiker ihn verließen und die Popularität des Swings zurück ging, fand Ellington neue Formen, Anknüpfungen und Sidemen. In seinem Spätwerk komponierte er häufig in längeren Formen, wobei er sich an klassischer Musik orientierte, wie sein Black, Brown and Beige (1943), Such Sweet Thunder (1957), basierend auf William Shakespeare, sowie die Bigband-Fassung der Peer-Gynt-Suite (1960) zeigen. Sein Diminuendo and Crescendo in Blue mit seinem Saxophonriff von Paul Gonsalves während des Newport Jazz Festivals 1956 erhöhte seinen Ruhm und kennzeichnete seine Energie. Häufig jedoch wird seinen längeren Arbeiten auch vorgeworfen, das Wesentliche des Jazz zugunsten einer "künstlichen Klassik" aus den Augen verloren zu haben.

Ellington schrieb auch Filmmusiken, von Black and Tan Fantasy (1929), über Anatomy of a Murder (1959) mit James Stewart als einem Bandleader, bis Paris Blues (1961) mit Paul Newman und Sidney Poitier als Jazzmusikern.

1965 wurde Ellington für den Pulitzer-Preis nominiert, den er aber nicht erhielt. Sein Kommentar: "Das Schicksal ist freundlich zu mir. Es will nicht, dass ich zu jung berühmt werde."

Duke Ellington starb am 24. Mai 1974 und wurde auf dem Woodlawn Friedhof im New Yorker Stadtteil Bronx beigesetzt.

Werke

Stücke

Größere Werke und Konzertstücke

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Personendaten
Ellington, Duke
Ellington, Edward Kennedy
amerikanischer Jazz-Komponist, -Pianist und -Bandleader
29. April 1899
Washington, D.C.
24. Mai 1974
New York

See also: Duke Ellington, 1899, 1920er, 1929, 1930er, 1931, 1940er, 1943, 1956