Economic Value Added

Der Economic Value Added (EVA) ist eine Messgröße aus der Finanzwissenschaft, um die Vorteilhaftigkeit einer Investition zu berechnen. EVA stellt einen Residualgewinn dar und ergibt eine absolute Nettogröße eines Gewinns nach Abzug der Kapitalkosten für das eingesetzte Gesamtkapital:

EVA = NOPAT - WACC * Investiertes Kapital

Als problematisch werden die durch das externe Rechnungswesen erhaltene Daten angesehen. Daher werden an diesen Daten Veränderungen vorgenommen. Stewart nennt bis zu 164 Anpassungen als möglich. Diese sind aber für die Praxis meist nicht relevant. Im Durchschnitt werden zwischen 7 und 34 Anpassungen vorgenommen. Diese können in vier Gruppen eingeteilt werde. Die Operating Conversions welche den Gewinn um nicht betriebliche Komponenten korrigieren und die Funding Conversions welche Veränderung in den Finanzierungsausweisen vornimmt. Die Tax Conversions passen IFRS- und US-GAAP-Abschlüsse bezüglich der Steuerbelastung unter der Fiktion der vollständigen Eigenkapital-Finanzierung an. Zu letzt werden in den Shareholder Conversions die Aufwendungen welche eigentlich Investitionen auch als solche erfasst. Der CVA kann für Investitionsentscheidungen aber auch für die Bewertung von Unternehmen verwendet werden.

Entwicklung


Entwickelt wurde der EVA von der Unternehmensberatung Stern Stewart & Co welche sich die Markenrechte an der Bezeichnung Economic Value Added sowie am Kürzel EVA gesichert haben. Laut einer Studie von KPMG nutzten im Jahr 2000 39% der DAX-Unternehmen den EVA als Steuerungsgröße. Die Kennzahl soll die Analyse und Bewertung von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Projekten erleichtern und auch als Grundlage für eine Anreizsteuerung sein.

Literatur

See also: Economic Value Added, Aufwand, Deutscher Aktienindex, Eigenkapital, Finanzwissenschaft, International Financial Reporting Standards, Investition, KPMG, Kapitalkosten, Net operating profit after taxes