Economies of Scope
Economies of Scope (dt. Verbundvorteile) bedeutet, dass trotz zunehmender Produktvielfalt durch einen Verbundeffekt Kostenvorteile realisiert werden. Voraussetzung für Economies of Scope ist, dass zur Produktion der einzelnen Produkte gemeinsame Ressourcen (Fertigungsanlagen, Technologien, Vertriebskanäle, usw.) verwendet werden können. Wenn in Folge die Gesamtkosten der Produktion eines Produktprogramms (i.e. Produktsortiments) niedriger ausfallen, als die Summe der Produktionskosten der einzelnen Produkte bei getrennter Herstellung, bezeichnet man dies als Economies of Scope. Economies of Scope werden oft als Grund für Unternehmenszusammenschlüsse genannt, sie sind aber in vielen Fällen nur bedingt wenn überhaupt existent. Es besteht die Gefahr von "Diseconomies of Scope" die durch einen Wildwuchs der Bürokratie und einen Abfall der Motivation der Mitarbeiter verursacht werden.
Scope (Englisch: Geltungsbereich, Umfang, Wirkungsbereich)
Deutsche Bezeichnung (Vorschlag): Verbunderträge
Economies of Scope können verschiedene Ursachen haben:
- Durch Kuppelproduktion können die oben genannten Vorteile entstehen. Die Produktion des Gutes ist billiger, weil sich die Fixkosten auf zwei Güter verteilen. Das zweite Gut entsteht mgl. zwangsläufig im Produktionsprozess.
- Außerdem kann durch die Produktion von mehreren Gütern ein positiver Auslastungseffekt erzielt werden. Es kommt zu einem besseren Auslastungsgrad von Maschinen aufgrund von Produktdifferenzierung.
- Eine weitere Ursache für die Vorteile bei großen Unternehmen (mit mehreren Gütern) ist die bessere Verteilung von Forschungskosten. Durch parallele Entwicklung mehrere Produkte werden Kosten gespart.
