Edelgaszustand
Der Edelgaszustand (auch Edelgaskonfiguration) ist ein günstiger Zustand der Elektronenhülle, der ein Atom durch eine chemische Reaktion erreichen kann. Viele - aber nicht alle - chemische Reaktionen sind mit dem 'Bestreben' verbunden, diesen Edelgaszustand zu erreichen oder zu erhalten.
Dabei erreichen die Atome die Anordnung und die Anzahl der Elektronen wie die wenig reaktiven und stabilen Edelgase.
| Inhaltsverzeichnis |
Edelgaszustand bei Ionen
Bei der Ionenbindung wird der Edelgaszustand durch Auf- beziehungsweise Abgabe von Elektronen erreicht. Meist gibt dazu das beteiligte Metall seine überschüssigen Elektronen an das beteiligte Nichtmetall ab, das diese dann aufnimmt.
Beispiele:
| align="center" | Anzahl Protonen | Anzahl Elektronen | |
| Atom Cl | 17 | 17 |
| Ion Cl- im Edelgaszustand | 17 | 18 |
| Atom des Edelgases Argon im Edelgaszustand | 18 | 18 |
Edelgaszustand bei Molekülen
Bei der Atombindung wird der Edelgaszustand durch gemeinsamme Nutzung der Außenelektronen erreicht.
Edelgaszustand bei Metallen
Bei der Metallbindung geben alle beteiligten Metallatome Elektronen ab. Um die Abstoßung der positiv geladenen "Atomrümpfe" zu verhindern, bilden die abgegebenen Elektronen ein Elektronengas.
Begründung für die Stabilität des Edelgaszustandes
Die Reaktionspartner trachten danach, ihre äußerste Schale (Valenzschale) entweder aufzufüllen (wenn bereits viele Valenzelektronen vorhanden sind) oder die nächsttiefere freizulegen (wenn sie nur wenige Valenzelektronen besitzen). Der Edelgaszustand ist erreicht, wenn auf der äußersten Schale 8 Elektronen (siehe auch Oktettregel) vorhanden sind. Nach dem Orbitalmodell müssen demnach das s-Orbital und die drei p-Orbitale der äußersten Schale mit 8 Elektronen voll besetzt sind.
Siehe auch
