Eduard Friedrich Poeppig
Eduard Friedrich Poeppig (* 16. Juli 1798 in Plauen; † 4. September 1868 in Leipzig) war ein deutscher Forschungsreisender.
Eduard Friedrich Poeppig war einige Zeit Plantagenarzt auf Kuba. Als Zwanzigjähriger führte er bereits ausführliche geografische, botanische und zoologische Studien in Peru und Chile durch.
In den Jahren 1827 bis 1832 führte ihn eine Forschungsreise von Chile, über Peru zum Amazonas. Er befuhr den gesamten Fluss von der Quelle bis zur Mündung.
Seine Reise begann in der Stadt Valparaíso in Chile. Dort erforschte er die Täler der Anden und Kordilleren. Südchile war zu dieser Zeit zu weiten Teilen unter Indianerherrschaft. So bekam er auch Bekanntschaft mit den Pehuenchen-Indianern, die die Chilenen bekämpften. Poeppig selbst wurde allerdings von den Pehuenchen unbehelligt gelassen.
Auf dem Seeweg reiste er dann nach Callao und Lima in Peru. Peru selbst befand sich im Krieg mit Kolumbien und es gab Putschversuche. Poeppig reiste lieber zu den Inka-Ruinen weiter. Nach Überquerung der Anden gelangte er in den riesigen Regenwald Amazoniens. Mit einem selbstgebauten Floß kämpfte er sich den riesigen Amazonas über 5000 km herunter. In der brasilianischen Hafenstadt Pará angekommen, entkam Poeppig wieder Aufständen, diesmal gegen den Kaiser Dom Pedro I.
Poeppig war erst der dritte Europäer nach Francisco de Orellana (1542) und dem franzöisischen Mathematiker Charles Marie de la Condamine (1744), der den Amazanos in seiner ganzen Länge befuhr.
Mit dem Schiff ging es nach Europa zurück. Poeppig wurde in Leipzig zum ausserordentlichen Professor ernannt. Seine Vorlesungen in Leipzig und Dresden waren von grossem Erfolg gekrönt. Diese hielt er bis zu seinem Tode 1868.
Poeppig, Eduard Friedrich Poeppig, Eduard Friedrich Poeppig, Eduard Friedrich Poeppig, Eduard Friedrich
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Poeppig, Eduard Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Forschungsreisender |
| GEBURTSDATUM | 16. Juli 1798 |
| GEBURTSORT | Plauen |
| STERBEDATUM | 4. September 1868 |
| STERBEORT | Leipzig |
