Eduard Hanslick

Eduard Hanslick (* 11. September 1825 in Prag, † 6. August 1904 in Baden bei Wien), war Musikwissenschaftler und einer der einflussreichsten Wiener Musikkritiker seiner Zeit.

Hanslick studierte zunächst Rechtswissenschaften und krönte den Abschluss dieses Studiums 1849 mit einer Promotion. Bis 1852 war Hanslick als Jurist in Klagenfurt tätig. Seine Beamtenlaufbahn verfolgte er jedoch nicht weiter und wendete sich stattdessen der Musikwissenschaft zu.

In seiner Autobiographie "Aus meinem Leben" äußerte sich Hanslick über das damalige Niveau des Wiener Konzert- und Theaterlebens entsetzt. Bald schrieb er regelmäßig Kritiken für die "Wiener Zeitung" und ab 1855 für die "Presse" (später "Neue freie Presse"). Sein bekanntestes Werk "Vom musikalisch Schönen" erschien 1855 und wurde als Dissertation anerkannt.

1861 erhielt Hanslick eine Universitätsprofessur für Ästhetik und Geschichte der Musik in Wien. Er sah in der Musik der Klassik und der Neoklassik, nämlich in den Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Johannes Brahms den Höhepunkt der musikalischen Entwicklung und lehnte die sogenannte "Neudeutsche Schule" (ihre größten Verfechter waren Franz Liszt und Richard Wagner) ab.

Seine polemischen Äußerungen gegen Richard Wagner machten ihn weithin bekannt und umstritten. Der nörgelnde "Merker" Beckmesser in Wagners Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" war vom Komponisten ursprünglich als direkte Parodie auf seinen gefürchteten Gegner gemeint und sollte den Namen "Hans Lick" tragen. Hanslick besaß durch seine Publikationstätigkeit soviel Macht in Wien, dass er Karrieren wie die Anton Bruckners negativ beeinflussen konnte.

Hanslick, Eduard

Personendaten
Hanslick, Eduard
Musikwissenschaftler und einer der einflussreichsten Wiener Musikkritiker seiner Zeit
11. September 1825
Prag
6. August 1904
Baden bei Wien

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See also: Eduard Hanslick, 11. September, 1825, 1849, 1852, 1855, 1861, 1904, 6. August