Eduard Schütz
Dr. Eduard Schütz (*15. Oktober 1928 in Wuppertal-Elberfeld; † 24. Januar 2001 in Hamburg) war ein baptistischer Theologe, Dozent für Systematische Theologie und Direktor des Theologischen Seminars des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Hamburg-Horn.
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Kindheit und Jugend
Eduard Schütz wird als Sohn des Schreiners Eduard Schütz und seiner Ehefrau Johanne, geborene Hillerkus geboren. Nach dem Besuch der Volksschule (1935 - 1942) wechselt er zum Neusprachlich-Humanistischen Gymnasium an der Siegestraße in Wuppertal-Barmen, welches er 1950 mit der Reifeprüfung absolviert.
1947 veranstalten die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden Wuppertals eine jugendevangelistische Abende, die auch von Eduard Schütz besucht werden. Die Verkündigung des Evangelisten Erich Wingenroth spricht ihn an und fordert den Schüler zur Entscheidung heraus. Nach eigenen Aussagen findet Schütz an einem dieser Abende zum Glauben an Jesus Christus. Er lässt sich auf das persönliche Bekenntnis seines Glaubens taufen und wird Mitglied der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Wuppertal-Elberfeld. Er engagiert sich in der missionarisch-diakonischen Jugendarbeit der Gemeinde und verspürt alsbal eine Berufung in den vollzeitlichen Dienst als Theologe.
Studium und erster pastoraler Dienst
Eduard Schütz immatrikuliert sich 1950 an Kirchlichen Hochschule Wuppertal-Barmen und wechselt zum Wintersemester 1951 zur Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Von 1953 bis 1955 studiert er in Bonn. 1958 promoviert er beim Bonner Alttestamentler Martin Noth über die Formgeschichte des vorklassischen Prophetenspruchs. Anschließend absolviert Schütz ein Kandidatenjahr am Theologischen Seminar der Baptisten in Hamburg-Horn. 1959 beginnt er sein Vikariat in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Lübeck. 1962 erhält er seine Anerkennung als Pastor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.
Lehrer am Theologischen Seminar und zweiter pastoraler Dienst
1963 geht Edauard Schütz nach Hamburg-Horn als Dozent für Systematische Theologie an die Ausbildungsstääte evangelisch-freikirchlicher Pastoren. 1978 übernimmt er in der Nachfolge Rudolf Thauts die Nachfolge in der Leitung des Seminars und wird sein Direktor. Als Theologe ist er maßgeblich an der Entstehung der Rechenschaft vom Glauben, dem Glaubensbekenntnis der deutschsprachigen Baptisten, beteiligt. Sein besonderes Augenmerk gilt der der interkonfessionellen Taufdiskussion. Theologisch an Karl Barth und Emil Brunner orientiert sucht er einen Weg zwischen liberaler und evangelikal-biblizistischer Theologie zu finden. Darüber kommt es 1985 mit der Leitung des freikirchlichen Gemeindebundes zum offenen Konflikt. Zum besonderen Streitpunkt wird die kirchliche Lehre von der Jungfrauengeburt. Eduard Schütz wird seines Amtes als Direktor des Theologischen Seminars enthoben. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hamburg-Hamm, deren Gemeindeleiter Schütz zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 Jahre war, beruft ihn daraufhin zu ihrem Gemeindepastor. Bis zu seinem Ruhestand 1992 versieht er diesen Dienst.
Eduard Schütz stirbt 2001 nach schwerer Krankheit.
Literatur in Auswahl
- Eduard Schütz: Formgeschichte des vorklassischen Prophetenspruchs - Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktors der Theologie, Bonn 1958
- Eduard Schütz: Werdende Kirche im Neuen Testament- Eine Einführung in die Pastoralbriefe, Kassel 1969
- Eduard Schütz: Gottes Heil in der säkularen Welt, Wuppertal 1973
- Eduard Schütz: Baptisten in: Evangelisches Kirchenlexikon - International Theologische Enzyklopädie, Bd. I, Göttingen 1986, S. 355-360
- Harald Becker, Erich Geldbach, Kurt Jägemann, Gerhard Neumann, Erhard Rockel (Hrsg.): Was hast du, das du nicht empfangen hast? - Dr. Eduard Schütz zum siebzigsten Geburtstag (Festschrift), Berlin 1998 ISBN 3-932356-01-2 - Der Anhang dieses Buches bietet eine ausführliche Bibliographie.
Siehe auch:
Einführung, Geschichte, Organisation: Baptisten - Baptisten in Bremen - Baptisten im Nordwesten - Baptisten in der Schweiz - Baptisten in Österreich - Baptistische Bekenntnisse - Baptistischer Weltbund - Baptist Union of Wales - Bundesjugendtreffen - Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden - Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR - EBM - Ems-Jade-Mission - Europäisch-Baptistische Föderation - Gemeindejugendwerk - Gemeindeunterricht - Jungschar - Siebenten-Tags-Baptisten - Täufer - Theologisches Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden - Zeittafel zur Geschichte der Baptisten
Namen: Albertine Assor - John Bunyan - Oswald Chambers - Peter Dienel - Werner Gitt - Billy Graham - John Grisham - Wilhelm Haupt - Thomas Helwys - Johann Ludwig Hinrichs - Jesse Jackson - Mahalia Jackson - Skip James - Martin Luther King - Julius Köbner - Gottfried Wilhelm Lehmann - Hans Luckey - Johann Gerhard Oncken - August Rauschenbusch - Eduard Scheve - Dr. Eduard Schütz - Herbert Sczepan - Barnas Sears - John Smyth - Charles Haddon Spurgeon - Jörg Swoboda - Rudolf Thaut - Rick Warren - Cornel West - Roger Williams
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schütz, Eduard |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Baptistischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 15. Oktober 1928 |
| GEBURTSORT | Wuppertal-Elberfeld |
| STERBEDATUM | 24. Januar 2001 |
| STERBEORT | Hamburg |
