Eduard van Beinum
Eduard van Beinum (* 3. September 1901 in Arnheim; † 13. April 1959 in Amsterdam) war ein niederländischer Dirigent.
Eduard van Beinum begann als Geiger im Arnheimer Orchester und wurde zunächst Dirigent des Haarlem Symfonieorkest (1927-31), bevor er als Assistent von Willem Mengelberg 1931 an das Concertgebouw Orkest Amsterdam kam. Nachdem gegen Mengelberg aufgrund seiner Deutschland-freundlichen Haltung während des Krieges in den Niederlanden 1945 sechsjähriges Auftrittsverbot verhängt wurde, fiel die Rolle des Chefdirigenten an van Beinum. Daneben hielt er den gleichen Posten 1948 und 1949 beim London Philharmonic Orchestra. Er starb 1959 während einer Probe von Brahms 1. Symphonie mit dem Concertgebouw Orkest an einem Herzinfarkt.
Van Beinum war das Gegenteil des eigenwilligen und herrschsüchtigen Mengelberg. Er respektierte die Orchestermusiker und erlaubte ihnen viele interpretatorische Freiheiten. Sein Stil war sehr objektiv, aber — auch aufgrund seiner meist raschen Tempi — dennoch selten langweilig. Die großartige Virtuosität des Concertgebouw Orkest aus der langen Mengelberg-Phase konnte er halten; dazu erreichte er aber eine außerordentliche Schönheit des Klanges sowie große Natürlichkeit und permamente Spannung des musikalischen Flusses. Seine größten Aufnahmen sind u.a. die Symphonien von Johannes Brahms (v.a. die erste) und die letzten drei Symphonien von Anton Bruckner für Philips.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beinum, Eduard van |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Niederländischer Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 3. September 1901 |
| GEBURTSORT | Arnheim |
| STERBEDATUM | 13. April 1959 |
| STERBEORT | Amsterdam |
