EE-T2 Osório

Der EE-T2 Osório war ein brasilianischer Kampfpanzerprototyp, welcher nie in Serie gegangen ist. Mitte der 80er Jahre investierte die brasilianische Firma Engesa ca. 100 Millionen US-Dollar in die Entwicklung des Osório. Das Design war sehr modern und hochentwickelt und bedurfte großer Investitionen hinsichtlich der Fertigungstechnik. Der Panzer war voll computerisiert und besaß modernste Waffensysteme. Der EE-T2 hatte eine Kaliber 105 mm Kanone und es war auch eine EE-T1 Version mit einer 120 mm Kanone geplant.

Es konnte kein Käufer für dieses System gefunden werden, zwar hatte sich Anfang der 90er Jahre Saudi Arabien nach Vergleichstests mit dem EE-T2 Osório, dem amerikanischen M1 Abrams, dem französischen 40 AMX und dem britischen Challenger noch für den EE-T2 als neuen Kampfpanzer entschieden. Diese Wahl wurde allerdings geändert und der M1 Abrams beschafft. Diese Maßnahme war politisch motiviert und sollte die guten Beziehungen Saudi Arabiens zu den USA nach dem ersten Golfkrieg konsolidieren.

Diese Fehlinvestition konnte die Firma Engesa nicht mehr kompensieren und ging Anfang des 90er Jahre in Konkurs. Da die andere große Rüstungsfirma des Landes, Avibrás, ebenfalls bankrott ging, war dies praktisch das Ende der brasilianischen Rüstungsindustrie.

Siehe auch: Panzermodelle nach 1945

See also: EE-T2 Osório, 80er Jahre, 90er Jahre, Brasilien, Challenger, Frankreich, Golfkrieg, Großbritannien, Kaliber, Kampfpanzer