Eigenbewegung

Als Eigenbewegung bezeichnet man in der Astronomie die auf tatsächlichen räumlichen Bewegungen beruhende scheinbare Bewegung von Sternen an der gedachten Himmelskugel, d. h. eine fortschreitende Veränderung des Sternortes. Die Eigenbewegung wurde erst 1728 von James Bradley erkannt, da sie sich nur sehr langsam vollzieht; bis dahin wurde deshalb allgemein von Fixsternen gesprochen. Sie wird in Bogensekunden pro Jahr, Einheit "/a, gemessen und hat meist das Formelzeichen μ.

Davon zu unterscheiden sind scheinbare Bewegungen an der Himmelskugel, die auf andere Weise hervorgerufen werden:

Der Stern mit der höchsten bislang gemessenen Eigenbewegung ist Barnards Pfeilstern, der sich mit 10,34" pro Jahr bewegt - zweitschnellster ist Kapteyns Stern.

Um neben dem Winkelunterschied pro Jahr auch die scheinbare Richtung der Eigenbewegung an der Himmelskugel anzugeben, werden zwei Systeme verwendet:

μ(RA) = -0,757"/a
μ(Dec) = 10,31"/a


Siehe auch: Radialgeschwindigkeit, Astrometrie

See also: Eigenbewegung, 1728, Aberration (Astronomie), Astrometrie, Astronomie, Barnards Pfeilstern, Bogensekunde, Deklination (Astronomie), Erdachse, Erde