Elementarzelle

Eine Elementarzelle oder Einheitszelle ist die kleinste Einheit in eines Kristallgitters und daher Kristallen. Sie wird durch sechs Gitterkonstanten definiert und enthält alle vorhandenen Symmetrieelemente.

Aus einer Elementarzelle läßt sich auf Grund der strengen Periodizität eine Kristallstruktur konstruieren, welche man in Kristallsystem klassifiziert. Natriumchlorid (Kochsalz) hat zum Beispiel in der Elementarzelle insgesamt vier Chlorid- und vier Natriumionen. Durch die Translation, also das Verschieben, der Elementarzelle entlang eines der drei definierenden Vektoren entstehen größere Kristallsysteme. Alle Kristallsysteme, also auch alle Elementarzellen, lassen sich einem der 14 Bravais-Gitter zuordnen.

Es treten in Kristallen jedoch auch Fehler auf, welche man Gitterfehler nennt. Ein möglicher Gitterfehler ist, dass an einer Stelle, wo eigentlich ein bestimmtes Atom oder Ion liegen sollte, keines (Leerstelle) oder ein anderes (Fremdatom) liegt. Diese Fehlstellen sind zum Teil für die elektrische Leitfähigkeit verantwortlich. In Metallen wird durch Fremdatome die elektrische Leitfähigkeit erniedrigt, in Nichtmetallen wird sie dadurch erhöht.

Siehe auch: Packungsdichte

See also: Elementarzelle, Bravais-Gitter, Chlorid, Elektrische Leitfähigkeit, Gitterfehler, Gitterkonstante, Kochsalz, Kristall, Kristallgitter, Kristallstruktur