Linienorganisation
Eine Organisation (Wirtschaft) besteht aus verschiedenen Stellen, die unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Es gibt solche, die Weisungen geben und solche, die Weisungen erhalten und ausführen. "Um innerhalb einer Organisation Aufgaben übertragen zu können ist auch eine Übertragung von Weisungsrechten unbedingt notwendig" (Laux, Niermann). Mit dem Ziel Abstimmungsprobleme zu vermeiden wird ein Instanzenzug errichtet. Es existieren zwei Grundformen von Weisungssystemen: Das Einliniensystem und das Mehrliniensystem.
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Einliniensystem
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Zu Grunde liegt das von Henri Fayol (1929) geprägte Prinzip der Einheit der Auftragserteilung ("one man, KMU, im militärischen Bereich, bei Organisationen in Krisensituationen, breite Verwendung in öffentlicher Verwaltung in Form von bürokratischen Strukturen
Mehrliniensystem
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Dieses Weisungssystem basiert auf dem von Frederick Winslow Taylor geprägtem "Funktionsmeistersystem". Hierbei wird ein Universalmeister von sog. Funktionsmeistern ersetzt. Diese sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und geben nur ihren Fachbereich betreffende Anweisungen. Wichtig ist dabei das System der Mehrfachunterstellung: eine untergeordnete Stelle kann nun von mehreren Übergeordneten Weisungen erhalten. Dadurch wird das Prinzip des kürzesten Weges realisiert, da sich nun ein Mitarbeiter direkt an den betroffenen Spezialisten wenden kann. "Die Spezialisierung der Vorgesetzten soll auch qualifizierte Entscheidungen und Weisungen ermöglichen" (Laux, Niermann S.185)
Vorteile
- Spezialisierung der Leitung durch Funktionsverteilung
- Hohe Problemlösungskapazität
- Direkte Weisungs- und Informationswege
- Betonung der Fachautorität
- Übungsvorteile und kürzere Anlernzeiten
Nachteile
- Problem der Abgrenzung von Zuständigkeiten
- Gefahr von Kompetenzkonflikten
- Großer Bedarf an Leitungskräften
- Großer Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf
- Schwierige Zurechenbarkeit von Fehlern
Anwendung
Zumeist Kleinunternehmen und Personengesellschaft, z.B. in Handwerksbetrieben in denen sich kaufmännische und technische Kompetenzen klar trennen lassen und dadurch ein Kompetenzkonfliktrisiko minimal ist; weiters im Rahmen der Matrixorganisation und der Projektorganisation
Siehe auch: Stabliniensystem, Projektorganisation
