Einphasenwechselstrom

Der Einphasenwechselstrom hat im Unterschied zum Dreiphasenwechselstrom anstatt dreier voneinander unabhängiger Phasen nur eine Phase, einen Neutralleiter und einen Schutzleiter.

Anwendungsbereiche

Einphasenwechselstrom kommt in Privathaushalten fast ausnahmslos nur mehr gemeinsam mit Drehstrom vor. Nur die Bahn benötigt wegen der einpoligen Oberleitung (die Schienen dienen als Rückleiter) die elektrische Energie als Einphasenstrom (siehe Bahnstrom). Wegen der besseren Verwendbarkeit und seiner ähnlichen Verwendungmöglichkeit wie Gleichstrom für die Hauptschlussmotoren, ist die Frequenz des Bahnstroms 16,7 Hz, abweichend von der üblichen 50 Hz Betriebsfrequenz des öffentlichen Stromnetzes.

In Privathaushalten, Gewerbebetrieben und Industrie innerhalb der Europäischen Union und in der Schweiz, werden typische Einphasenkreise mit geringer Leistung (zum Beispiel Beleuchtungsstromkreise) mit 230 V und 50 Hz installiert. Drehstromverbraucher werden dagegen mit Dreiphasenwechselstrom versorgt.

Die meisten elektrifizierten europäischen Eisenbahnen benutzen den Einphasenwechselstrom. Bei den Staatsbahnen der deutschsprachigen Ländern (DB, ÖBB, SBB) beträgt die Spannung 15.000 V bei einer Frequenz von 16,7 Hz. Bei der französischen SNCF sind es 25.000 V und 50 Hz. Andere Bahnen, wie die italienische werden dagegen mit Gleichstrom betrieben.

Leitertypen

Es werden folgende drei Leitertypen unterschieden:

Siehe auch

See also: Einphasenwechselstrom, Außenleiter, Bahnstrom, Beleuchtung, Deutsche Bahn AG, Dreiphasenwechselstrom, Elektrische Energie, Elektromotor, Europäische Union, Fehlerstromschutzschalter