Einseitenbandmodulation

Die Einseitenbandmodulation (SSB, engl.: Single-Sideband Modulation) ist ein Verfahren zur Datenübermittlung mit Funkwellen. Es wurde von den Funkamateuren entwickelt und ist eine Variante der Amplitudenmodulation (AM), bei der eines der beiden Seitenbänder sowie das Trägersignal bei der Ausstrahlung unterdrückt werden. Wird das obere Seitenband verwendet, spricht man auch von USB-Modulation (upper-side band), bei Verwendung des unteren Seitenbandes entsprechend von LSB-Modulation (lower-side band). Moderne Funkgeräte können sowohl USB als auch LSB nutzen.

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Vorteile von SSB

Die Reichweite der Funkgeräte verdoppelt sich quasi bei gleicher Sendeleistung. Des Weiteren wird die erforderliche Bandbreite annähernd halbiert. Somit finden mehr Funker in einem Frequenzband freie Funkfrequenzen.

Aufbau des SSB Signals

Bei der Amplitudenmodulation treten zwei Seitenbänder und ein Trägersignal auf. Die gesamte Signalinformation ist gleichzeitig in beiden Seitenbändern vorhanden. Wird ein Seitenband und der Träger über ein sehr schmalbandiges Filter unterdrückt, so konzentriert sich die abgestrahlte Sendeleistung auf das verbleibende Seitenband. Dadurch lassen sich beachtliche Reichweiten bei vergleichsweise geringen Sendeleistungen erzielen. Das Prinzip entspricht der Doppelseitenmodulation und unterscheidet sich nur durch die zusätzliche Unterdrückung eines Seitenbandes.

Demodulation

Da das Trägersignal unterdrückt wurde, muss dieses für eine einwandfreie Demodulation wieder hinzugefügt werden. Das von einem BFO (beat-frequency-oscillator) im Empfänger erzeugte Trägersignal wird einem Ringdemodulator zugeführt, welcher gleichzeitig das SSB-Signal demoduliert. Der BFO ist bei SSB-Empfängern entweder einstellbar oder schaltbar für das obere Seitenband (en. USB) oder untere Seitenband (en. LSB).

Sonstiges

Sendungen, die in Einseitenband-Modulation ausgestrahlt werden, können in Rundfunkempfängern mit normaler AM-Demodulation nur stark verzerrt wiedergegeben werden. Es gibt aber auch eine besondere Form der Einseitenbandmodulation, die auch von normalen Rundfunkgeräten mit AM-Demodulatoren wiedergegeben werden kann (AM-kompatible Einseitenbandmodulation; hierbei wird auch der Träger mitgesendet). Diese Modulationsart wurde zwischen 1953 und 1962 beim Vorläufer des Deutschlandfunks des Langwellensenders Hamburg angewandt.

See also: Einseitenbandmodulation, Amplitudenmodulation, Amplitudenmodulation mit unterdrücktem Träger, Ausstrahlung, Deutschlandfunk, Funkamateur, Langwelle, Seitenband