Eisberg

Eisberge sind große, auf dem Meer schwimmende Eismassen.

[[bild:iceberg.jpg|thumb|none|Fotomontage wie ein Eisberg unter Wasser aussehen mag
Photo Uwe Kils]]
thumb|none|gekenterter Eisberg in der Antarktis
thumb|none|Tafeleisberg
thumb|none|Eisberge mit Bogen
Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die meisten Eisberge im Nordatlantik stammen aus Grönland, diejenigen im Südatlantik dagegen meisten aus der Antarktis.

Meistens entstehen sie, wenn große Stücke eines Gletschers oder des Schelfeises abbrechen, manchmal auch dadurch, dass sich das Packeis auftürmt. Wegen ihrer im Vergleich zum umgebenden Wasser nur geringfügig geringeren Dichte ragt nur etwa ein Neuntel ihres Volumens über die Wasseroberfläche, während der größte Teil unter Wasser liegt.

Arten und Eigenschaften

Eisberge, die aus Schelfeis entstehen, sind relativ eben und heißen deshalb Tafeleisberge. Sie bilden die größten Eisberge und sind typisch für die Antarktis.

Im Allgemeinen sind Eisberge weiß, gelegentlich treten auch grüne und blaue Eisberge auf. Die Ursache der Färbung ist noch unbekannt. Es handelt sich dabei wohl um marines Eis, das sich an der Unterseite des Schelfeises bildet. Wenn der Eisberg umkippt, weil sich durch das Abschmelzen sein Schwerpunkt verändert hat, wird die Färbung sichtbar.

Die Lebensdauer von Eisbergen beträgt im Schnitt etwa drei Jahre, bei besonders großen Exemplaren auch bis zu 30 Jahre. Große Eisberge können eine Fläche von über 10.000 km² haben. Der derzeit größte jemals entstandene Eisberg B-15, ist im Jahr 2000 vom Ross-Schelfeis abgebrochen und war 11.655 Quadratkilometer groß.

Überwachung und Schutzmaßnahmen

Je nach Größe können Eisberge sogar bis in subtropische Zonen vorstoßen. Deswegen stellen sie eine Gefahr für die Schifffahrt dar und werden durch Satelliten und Flugzeuge überwacht. Das bekannteste, durch einen Eisberg verursachte Schiffsunglück war der Untergang der Titanic im Jahr 1912. Eisberge können auch bis auf den Meeresboden reichen und bei ihrer Fortbewegung Pipelines und Unterwasserkomplettierungen zur Öl- und Gasförderung beschädigen. Deshalb werden solche Anlagen erforderlichenfalls eingegraben, um sie vor Eisbergen zu schützen.

Die Überwachung der Bewegung von Eisbergen zur Sicherung der Schifffahrt im Nordatlantik wird von der Organisation International Ice Patrol durchgeführt. Im Südpolarmeer wird diese Aufgabe vom amerikanischen National Ice Center wahrgenommen. Diese Organisation vergibt auch die Namen für Eisberge die größer als 10 nautische Meilen sind. Der Name setzt sich zusammen aus einem Buchstaben für das Herkunftsgebiet und einer laufenden Nummer in zeitlicher Reihenfolge. Die Buchstaben kennzeichnen den Quadranten in dem der Eisberg zuerst entdeckt wurde wie folgt:

Siehe auch

Weblinks

See also: Eisberg, 1912, Amundsen-See, Antarktis, Atlantik, B-15, Dichte, Eis, Eisscholle, Erdgas