Eisensulfat

Allgemeines
Name Eisen-(II)-sulfat(heptahydrat)
Summenformel FeSO4 * 7H2O
Andere Namen Eisensulfatheptahydrat, Eisenvitriol
Kurzbeschreibung blaugrüner Feststoff
CAS-Nummer 7782-63-0
Sicherheitshinweise
70px
gesundheitsschädlich
R- und S-Sätze R22
S24/25
Handhabung -
Lagerung -
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte) 319 mg/kg (oral, wasserfrei)
LD50 (Kaninchen) mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest
Farbe blaugrün
Dichte 1,88 g/cm³
Molmasse 278 g/mol
Schmelzpunkt Kristallwasserabgabe ab 60 °C
Siedepunkt Siehe Text (Oxidation)
Dampfdruck °C
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit etwa 400 g/l LM (Wasser) (20 °C)
Gut löslich in Wasser
Schlecht löslich in -
Unlöslich in -

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Eisensulfat (auch: Eisen(II)-sulfat, Eisensulfat-heptahydrat, Ferrosulfat, Grünsalz; früher: Eisenvitriol) ist ein Eisensalz der Schwefelsäure.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Eisensulfat kristallisiert aus wässrigen Lösungen als hellgrüne Kristalle, die 7 Mol Kristallwasser enthalten: FeSO4 x 7 H20, daher auch der Name Eisen(II)-sulfat-heptahydrat, es ist nur in sehr reinem Zustand hellblau, die grünliche Farbe entsteht durch teilweise Oxidation zu Eisen(III)-sulfat. An trockener Luft verwittern die Kristalle, diese Kristallwasserabspaltung gelingt vollständig bei längerem Erhitzen über 70 °C, dabei entsteht das Monohydrat als farbloses Pulver FeSO4 x 1 H20, welches bei starkem Erhitzen ab etwa 400 °C zu Eisenoxid und Schwefeldioxid zerfällt. Eisensulfat ist gut wasserlöslich, aber so gut wie unlöslich in Ethanol und Aceton.

Herstellung und Vorkommen

Die Herstellung erfolgt durch Erhitzen von pulverisiertem Eisen in 20 %-iger Schwefelsäure:

Fe + H2SO4 -> FeSO4 + H2

Nach Beendigung der Wasserstoffentwicklung wird eingeengt und heiß abfiltriert.

thumb|none|Unmittelbar nach dem Filtrieren kristalliert hellgrünes Eisen-II-sulfat aus.


In der Natur kommt Eisensulfat als Mineral Melanterit vor, es ist ein Verwitterungsprodukt von Pyrit oder Schwefelkies.

Verwendung

Im Labor und in der Synthesechemie ist es ein wichtiger Ausgangsstoff zur Herstellung von weiteren Eisenverbindungen, bei der Abwasserreinigung dient es als Flockungsmittel, es wird auch zur Kohleentschwefelung eingesetzt. In der analytischen Chemie werden Nitrate und Nitrite mit Eisensulfatlösung qualitativ nachgewiesen und zwar durch die so genannte Ringprobe, beim Unterschichten der eisensulfathaltigen Probelösung mit konzentrierter Schwefelsäure bildet sich an der Grenzfläche ein brauner Ring von Eisennitrososulfat. Die quantitative Titration mit Eisensulfat-Maßlösung wird wegen der Instabilität der Lösung bezüglich der Oxidation durch Luftsauerstoff nur selten angewendet. Früher wurde mit einem Gallapfelsud, (welcher Gallussäure enthält) unter Zugabe von Eisensulfat schwarze Gallapfel-Tinte hergestellt. Diese verursacht jedoch Lochfraß in den Pergamenten, da das Eisensulfat bei der Verwitterung Schwefelsäure freisetzt.

Weblinks

See also: Eisensulfat, Abwasser, Aceton, Aggregatzustand, Analytik, CAS-Nummer, Dampfdruck, Dichte, Eisen, Eisenoxid