Eiterfeld
| Wappen | Karte |
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| 140px|Wappen fehlt Hilfe zu Wappen | 140px|Deutschlandkarte, Position von Eiterfeld hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Fulda |
| Geografische Lage: | 50° 46' n. B. 09° 48' ö. L. |
| Höhe: | 349 m ü. NN |
| Fläche: | 89,83 km² |
| Einwohner: | 7.606 (31.12 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 85 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 36132 |
| Vorwahl: | 06672 |
| Kfz-Kennzeichen: | FD |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 31 007 |
| Gemeindegliederung: | 17 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Fürstenecker Str. 2 36132 Eiterfeld |
| Website: | www.eiterfeld.de |
| E-Mail-Adresse: | marktgemeinde@eiterfeld.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Hermann-Josef Scheich (parteilos) |
Die Marktgemeinde Eiterfeld liegt im Nordosten von Hessen im Landkreis Fulda an der Grenze zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg und dem thüringischen Wartburgkreis.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt zwischen den Basaltkuppen Lichtberg, Stoppelsberg und Soisberg, in der Kuppenrhön (in der Region Hessisches Kegelspiel genannt). Die nächsten größeren Städte sind Fulda etwa 27 km südlich und Bad Hersfeld etwa 14 km nördlich von Eiterfeld.
Innerhalb der Gemeindegrenzen entspringt das Flüsschen Eitra, die beim Dorf Eitra in die Haune fließt.
Gemeindgliederung
Die Gemeinde besteht neben dem Kernort aus den Ortsteilen Arzell, Betzenrod, Buchenau, Dittlofrod, Giesenhain, Großentaft, Körnbach, Leibolz, Leimbach, Mengers, Oberweisenborn, Reckrod, Soisdorf, Treischfeld, Ufhausen und Wölf.
Geschichte
Eitrahafeldon wurde erstmals in zwei Urkunden am 18. Juli 845 erwähnt, bei der es um einen Güteraustausch zwischen dem König Ludwig der Deutsche und dem Fuldaer Abt Hatto I. geht. König Ludwig beurkundete in der Königspfalz Frankfurt den Tausch seiner Liegenschaften in der Eitrafeldon Marcha gegen einige thüringische Dörfer. Der Ortsmane stammt vom dem Flüsschen Eitra das hier entspringt. Im fruhen Mittelater wird die Eitra als "Aeiddiraha" erwähnt, was übersetzt etwa "Das rasch dahin eilende Wasser" bedeutet.
Um 1250 wurde der nördliche und südliche Bergfried in Fürsteneck erbaut Im Jahre 1290 wird Berthold von Buchenau als Burgmann von Abt Heinrich von Weilnau eingesetzt und die Ortschaft Fürsteneck das erste Mal erwähnt. In dieser Zeit ist auch ein Zentgericht in Eiterfeld bzw. Fürsteneck belegt. Die St. Georgs Kirche in Eiterfeld wurde 1295 das erst mal genannt. Ab 1357 ist die Burg Fürsteneck Amtssitz eines Fuldischen Amtmannes. Die Burg, das Gericht und das Amt Fürsteneck wird bis 1532 etwa ein Duzend Mal verpfändet, oft jedoch schnell von Fulda wieder zurückgekauft. Als Besitzer oder Lehensmänner traten in dieser Zeit unter anderen Berthold von Wiesenfeld, Otto von Buchenau, Reichsabtei Hersfeld und Hans von der Tann auf. 1463 unternahm Graf Heinrich von Henneberg einen Versuch die Burg zu erobern, dies schlug jedoch fehl. Im Jahre 1486 gehören zehn Dörfer in der Umgebung vom Fürsteneck zum Amt.
Um 1555 setzt die Reformation ein und Eiterfeld wurde evangelisch bis 1603 hier die Gegenreformation stattfand. In diesem Jahr wurde wieder ein katholischer Pfarrer eingesetzt. Seit 1603 gehörten viele der heutigen Ortsteile schon zu dem Amt Fürsteneck. Es waren die 17 Orte Arzell, Bodes, Betzenrod, Dittlofrod, Eiterfeld, Hausenmühle, Körnbach, Igelsrod (heute Wüstung), Leibolz, Leimbach, Malges, Mengers, Oberufhausen, Oberweisenborn, Reckrod, Unterufhausen, Wölf.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Amt unter anderem auch durch die Pest stark zerstört. Dies traf auch die Burg, die nach 1633 zerstört wurde. Eiterfeld hatte nach dem Krieg nur noch drei männliche Bewohner.
Am 29. März 1697 erhielt Eiterfeld von Fürstabt Placidus von Droste das Recht jährlich vier Märkte abzuhalten, das Dorf wurde zum Marktflecken. Zwischen 1708 und 1710 baute Fürstabt Adalbert von Schleifras die Burg Fürsteneck wieder auf. Im Jahre 1712 wurde in Eiterfeld ein Amtsgerichtsgebäude gebaut und von 1730 bis 1731 wurde die Kirche neu erbaut, die 1740 geweiht wurde. Der Amtssitz verlagerte sich in dieser Zeit von Fürsteneck nach Eiterfeld. Nach der Säkularisierung 1802 hieß das Amt offiziell nach diesem Ort und verwaltete sich selbst. 1816 wird Eiterfeld zusammen mit dem vormaligen Fürstbistum Fulda in den kurhessischen Staat eingegliedert. Das bestehende Marktrecht von Eiterfeld wurde am 9. November 1868, durch die königliche Regierung in Kassel, um die Durchführung von jährlich zwölf Schweinemärkten erweitert. Ab 1866 gehörte Eiterfeld, so wie ganz Kurhessen, zu Preußen. Am 1. Dezember 1906 erhielt Eiterfeld den Eisenbahnanschluss auf der Linie zwischen Hünfeld und Vacha. 1922 folgte der Elektrizitätsanschluss und 1926 bis 1927 wird die erste Wasserleitung gebaut. 1942 wird das Amt Eiterfeld aufgelöst und mit dem Amt Hünfeld zusammengelegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Eiterfeld wieder hessisch und durch die Zonengrenze wurde die Bahnlinie wieder stillgelegt, zunächst ab Treischfeld und ab 1969 ab Hünfeld. Ab 1952 gab es erstmals seit der Gegenreformation wieder eine evangelische Gemeinde und Otto Bartning baute zwischen 1952 und 1953 die Burg Fürsteneck zu einer Heimvolkshochschule aus.
Im Rahmen der 1150-Jahrfeier am 4. Juli 1995 wurde der Gemeinde Eiterfeld das Recht verliehen, das Prädikat "Marktgemeinde" im Gemeindenamen zuführen.
Eingemeindungen
Im Rahmen der Gemeindereform Jahre 1972 wurden die oben genannten Orte zur Großgemeinde zusammengeschlossen.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 |
| Einwohner ¹ | 7666 | 7686 | 7677 | 7600 | 7607 |
(¹ nach Angaben der Gemeinde)
Politik
Die Gemeindevertretung besteht aus 31 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl am 18. März 2001 entfallen davon 16 Sitze auf die CDU, 8 Sitze auf die FWG, 6 Sitze auf die SPD und 1 Sitz auf die CWE.
Der Gemeindevorstand besteht aus 10 Mitgliedern. Davon entfallen 6 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD und 2 Sitze auf die FWG.
Der Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteilos) wurde am 19. März 2000 mit einem Stimmenanteil von 52,9 % gewählt.
Wappen
Blasonierung: Das Wappen ist geviert von rot und gold bzw. silber. In Rot neun silberne Lilien im rechten Obereck und in Rot acht silberne Lilien im linken Untereck. In Silber ein schwarzes durchgehendes Kreuz im rechten Untereck und in Gold ein silberner gekrönter grüner Vogel mit silbernem Halsband im linken Oberfeld.
Das Wappen wurde der Großgemeinde 1972 verliehen.
Bedeutung: Die 17 Lilien stehen für die Ortsteile der Großgemeinde. Das Kreuz stammt aus dem Wappen der Abtei Fulda und der Sittich stammt aus dem Wappen derer von Buchenau.
Gemeindepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Theaterkiste Eiterfeld
Musik
- Orchesterverein Eiterfeld
- Musikzug Eiterfeld & Arzell
Bauwerke
- Schloss Buchenau (Renaissanceschloss von 1618)
- Burg Fürsteneck (von 1708)
- Soisdorfer Kirche mit Wehrfriedhof
Naturdenkmäler
- Die Saurierspuren von Eiterfeld, befinden sich in einem stillgelegten und verfüllten Sandsteinbruch bei Körnbach. Es ist ein anerkanntes Bodendenkmal und 240 Millionen Jahre alt.Es ist die bedeutenste zusammenhängende Fährtenplatte von Chirotherien (Handtiere), den Vorläufern der Sauriern.
Sport
- Badepark Eiterfeld
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Hier haben die weltweit tätigen Firmen isel-automation, B & M-Verfahrenstechnik, Ebner-Maschinenbau sowie Ley-Maschinenbau ihren Sitz.
Bildung
- Lichtbergschule Eiterfeld (Gesamtschule)
- Grundschule Eiterfeld
- Grundschule Großentaft
- Heimvolkshochschule - Akademie für berufliche und musisch-kulturelle Weiterbildung auf Burg Fürsteneck
Weblinks
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