Elementaranalyse

Die Elementaranalyse ist die Methode zur Feststellung der in organischen Verbindungen enthaltenen Elemente, neben Kohlenstoff und Wasserstoff können das Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Halogene und andere Elemente sein (qualitative Elementaranalyse), und die Bestimmung des prozentualen Gehalts der gefundenen Elemente (quantitative Elementaranalyse).

Aus dem prozentualen Gehalt der Elemente kann bei bekannter Molekülmasse die Summenformel einer Verbindung berechnet werden.

Zur Elementaranalyse wird die organische Verbindung verbrannt oder mit speziellen Oxidationsmitteln oxidiert und die Oxidationsprodukte Kohlenstoffdioxid, Wasser und andere (z.B. Schwefeldioxid) aufgefangen und gewogen.

Je nach zu bestimmenden Element sind verschiedene Labormethoden entwickelt worden, so wird Stickstoff meist als Ammoniak durch Titration bestimmt, dazu gibt es spezielle Reaktionsgefäße (Kjeldahl-Kolben, Fresenius-Kolben), mit denen Verluste vermieden werden, welche das Analysenergebnis sonst verfälschen würden.

Viele grundlegende Arbeitsschritte der Elementaranalyse sind von Justus von Liebig, Jöns Jakob Berzelius und Antoine Laurent de Lavoisier erstmalig entwickelt worden.

Stand der Technik ist auf diesem Gebiet die sogenannte Verbrennungsanalytik, bei der die zu bestimmende Probe bei hohen Temperaturen (über 800°C) katalytisch verbrannt und anschließend spektroskopisch gemessen wird. Diese Methode wird beispielsweise zur Bestimmung des Proteingehaltes in Getreideprodukten verwendet.

See also: Elementaranalyse, Ammoniak, Antoine Laurent de Lavoisier, Halogene, Justus von Liebig, Jöns Jakob Berzelius, Katalytisch, Kjeldahl-Kolben, Kohlenstoff, Kohlenstoffdioxid