Elfingen

Wappen
98px|Wappen von Elfingen
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk: Brugg
BFS-Nr.: 4097
PLZ: 5077
Koordinaten: 47° 32' n. Br.
8° 6' ö. L.
Höhe: 457 m ü. M.
Fläche: 4.21 km²
Einwohner: 248 (31. Dezember 2004)
Website: [1]
Karte
299px|Karte von Elfingen

Elfingen ist eine Gemeinde im Bezirk Brugg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt im oberen Fricktal und ist nicht mit der Nachbargemeinde Effingen zu verwechseln.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Dorf liegt rund drei Kilometer nordwestlich des Bözbergpasses in einem muldenartigen Seitental der Sissle und ist auf drei Seiten von den sanften Hügeln des Tafeljuras umgeben. Dazu zählen der Marchwald im Norden (607 Meter), der Sennhütten im Nordosten (634 Meter) und der Bränngarten im Osten (659 Meter). Am Südhang des Marchwalds befindet sich ein kleiner Rebberg.

Die Fläche der Gemeinde beträgt 421 Hektaren, davon sind 207 Hektaren mit Wald bedeckt und 13 Hektaren überbaut. Die höchste Stelle ist der Bränngarten, die tiefste Stelle liegt auf 430 Metern.

Nachbargemeinden sind Sulz im Norden, Mönthal im Nordosten Effingen im Südosten, Bözen im Südwesten und Hornussen im Nordwesten.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1245 als „Eolfingen“. Vermutlich war es schon im 7. Jahrhundert durch die Alemannen gegründet worden, wie ein Grabfund beweist. Im Mittelalter war Elfingen der Sitz eines Fronhofes, das dem Kloster Murbach im Elsass gehörte und über umfassende Rechte in der näheren Umgebung verfügte. Dieser Hof wurde 1291 an die Habsburger verkauft, die es 1322 wiederum an das Kloster Königsfelden in Windisch weiterverkauften.

1460 erwarb die Stadt Bern das Dorf, um damit den wichtigen Passübergang über den Bözberg an der Grenze zu Vorderösterreich zu sichern. Effingen lag nun im Amt Schenkenberg und war ein Teil des Berner Aargaus. 1528 wurde die Reformation eingeführt. 1798, als die Franzosen die Schweiz eroberten und die Helvetische Republik ausriefen, kam Elfingen zum neuen Kanton Aargau.

Zwischen 1850 und 1980 nahm die Bevölkerungszahl um über einen Drittel ab. Doch seither steigt sie wieder leicht an, vor allem seit der Eröffnung der nahe gelegenen Bözbergautobahn im Jahr 1996.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1764 144
1850 265
1900 217
1930 203
1950 199
1960 194
1970 171
1980 165
1990 217
2000 240

Am 31. Dezember 2003 lebten 248 Menschen in Elfingen, der Ausländeranteil betrug 5,6 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 58,3 % reformiert und 21,3 % römisch-katholisch. 1,3 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 94,2 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache.

Behörden

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die 5 Gemeinderäte sind:

Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Brugg zuständig. Elfingen gehört zum Friedensrichterkreis Bözen.

Wirtschaft

Von den rund 60 Arbeitsplätzen im Dorf sind mehr als die Hälfte in der Landwirtschaft. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in Brugg oder in den grösseren Gemeinden des Fricktals.

Verkehr

In Bözen zweigt eine schmale Nebenstrasse ab, die über Elfingen und einen namenlosen Pass östlich des Marchwalds nach Sulz im Rheintal führt. Elfingen ist durch eine kurze Postauto-Zweiglinie nach Bözen an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Ausserhalb der Hauptverkehrszeiten machen die Kurse auf der Linie Frick - Brugg einen Abstecher über Elfingen. Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse an der A3 liegen bei Frick und Zeihen, beide rund fünf Kilometer entfernt.

Bildung

Elfingen besitzt eine Primarschule. Die Realschule kann in Hornussen und Zeihen besucht werden, die Sekundarschule in Bözen, die Bezirksschule in Frick. Die nächstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Aarau und Baden.

Weblinks


See also: Elfingen, 1245, 1291, 1322, 1460, 1528, 1764