Elias Holl

Elias Holl (* 28. Februar 1573 in Augsburg; † 6. Januar 1646 ebenda) war der bedeutendste Baumeister des deutschen Frühbarock. right|framed|Elias Holl

Inhaltsverzeichnis

Leben

Elias Holl entstammte einer Baumeisterfamilie. Er wurde schon frühzeitig von seinem Vater Hans Holl (1512-1594) unterrichtet und legte 1596 seine Meisterprüfung ab. Nach einem Italien-Aufenthalt in den Jahren 1600/01 – er besuchte in Bozen und Venedig – wurde er 1602 „Werkmeister“ von Augsburg. 1629 verlor er sein Amt als Stadtbaumeister auf Grund seines protestantischen Bekenntnisses. Seit diesem Ereignis wurde er nur noch „Stadtgeometer“ genannt.

Holl setzte sich in seiner Architektur vor allem mit der palladianischen Tradition Oberitaliens auseinander. thumb|180px|left|Das Augsburger Rathaus

Werke

Während sein Erstlingswerk, das Bäckerzunfthaus (1602) noch der Renaissance zuzuordnen ist, entwickelt er im Folgenden eine eigenständige, frühbarocke Architektur. Sein Hauptwerk ist das Augsburger Rathaus (1615-1620). Bei vielen seiner Werke ist der Anteil bzw. Einfluss der Maler-Architekten Joseph Heintz d. Ä. und Matthias Kager unklar. Diese beiden Künstler trugen mit Sicherheit wesentliches Cinquecento-Formengut der italienischen Architektur nach Süddeutschland. In der Auseinandersetzung mit ihrem Stil fand auch Holl allmählich seine eigene, meist recht nüchterne Formensprache.

Weitere Werke in Augsburg: Zeughaus (1602-1607), Wertachbrucker Tor (1605) Stadtmetzg (1609), St.-Anna-Gymnasium (1613), Aufstockung des Perlachturms (1614-1616) und das Heilig-Geist-Spital (1626-1631).

Ferner lieferte er 1608 die Entwürfe für den Gemmingenbau der Willibaldsburg zu Eichstätt.

Literatur

Weblinks

Holl, Elias Holl, Elias Holl, Elias Holl, Elias Holl, Elias

Personendaten
Holl, Elias
bedeutendster Baumeister des deutschen Frühbarock
28. Februar 1573
Augsburg
6. Januar 1646
Augsburg

See also: Elias Holl, 1512, 1573, 1594, 1596, 1600, 1601, 1602, 1605