Elliptische Koordinaten
Im elliptischen Koordinatensystem wird ein Punkt durch Angabe der Lage auf konfokalen Ellipsen und Hyperbeln bestimmt.
Bei zweidimensionalen elliptischen Koordinaten lautet die Umrechnung in kartesische Koordinaten
u und v sind hier die Koordinaten, a ist ein Parameter des Koordinatensystems. v läuft von 0 bis 2π, u ist nicht beschränkt. Die u-Koordinatenlinien sind Hyperbeln, die v-Koordinatenlinien Ellipsen; für u=0 ist die v-Koordinatenlinie zu einer Strecke von
bis
entartet, für v=0 ist die u-Koordinatenlinie zu einer Halbgerade entartet, der positiven x-Achse ohne der vorher erwähnten Strecke entspricht, für v=π ist die u-Koordinatenlinie die entsprechende Halbgerade auf der negativen x-Achse und für v=π/2 und v=3π/2 ist die u-Koordinatenlinie die y-Achse.
Diese elliptischen Koordinaten können auf verschiedenen Arten auf den dreidimensionalen Raum erweitert werden. Bei zylindrischen elliptischen Koordinaten wird einfach die kartesische z - Koordinate als weitere Koordinate hinzugefügt. Bei polaren elliptischen Koordinaten wird die Ebene um einen Winkel θ gedreht, der dann die zusätzliche Koordinate bildet:
Schließlich gibt es noch räumlich elliptische Koordinaten:
Hier ist b ein weiterer Parameter des Koordinatensystems. Die θ-Koordinatenlinien sind hier Ellipsen.
Anwendungen
Durch die Transformation auf elliptische Koordinaten kann die Schrödinger-Gleichung für das H2+ - Molekül analytisch gelöst werden.
