Elvis – That's The Way It Is
Elvis - That’s the Way it is ist der Titel einer Filmdokumentation.
Im August 1970 gab Elvis Presley nach seinen Spielfilmen für MGM erstmals wieder Konzerte. Diese Dokumentation von Denis Sanders beschreibt Vorbereitung und Durchführung der Auftritte in Las Vegas und lässt das Phänomen Elvis begreifbar werden.
Beschreibung
Der Film gibt eine halbe Stunde Einblick in die Proben, zuerst in Los Angeles, dann in Las Vegas und fasst anschließend eine Stunde lang die ersten sieben Konzerte zusammen. Im Gegensatz zur ursprünglichen Fassung beinhaltet die digitalisierte Fassung keine Interviews mit Zuschauern mehr, sondern konzentriert sich ganz auf den King und seine Musik. Sonderlich viel über den Menschen erfährt der Zuschauer nicht. Elvis wird fast nur beim Musizieren gezeigt. Macht er bei den Proben eine Bemerkung, ist dies zumeist ein Witz, über den er selbst am meisten lacht, woraufhin die Anwesenden eben lachen. Die Stimmung scheint locker gewesen zu sein und Elvis war sichtbar froh, wieder zu musizieren. Er trägt normale zeittypische Klamotten und unfrisierte Haare, sodass er gar nicht wirkt wie in den vorhergehenden Hollywood- Filmen. Man hat den Eindruck, ihn ganz priva und entspannt zu erleben. Dazu gehört, dass der Film in den 90 Minuten des Filmes keinen einzigen intelligenten Satz enthält. Allerdings wurde auch bewusst auf jegliche Reflexion verzichtet, wie sie heutzutage in jedem Musikfilm üblich ist.
Der Auftritt zeigt ihn in seinem weißen Anzug mit den langen Koteletten und einem damals noch schlanken Körper. Am Anfang ist er noch deutlich nervös, mit Angst, etwas falsch zu machen, später kommt das Elvis- Lachen wieder, das ihm immer noch jugendlich- charmant gerät.
Sein Auftritt selbst beschränkt sich darauf, auf der Bühne zu stehen und mit den Armen und die Hüften kreisen zu lassen, wie es sich für Elvis, the Pelvis (Elvis, das Becken) gehört. Seine Überleitungen sind dürftig. So sagt er einmal als Überleitung, dass er das nächste Lied auf einem Country & Western- Album aufgenommen habe und schon setzt der Song ein. Der Höhepunkt ist beim ersten Auftritt der Song Love me Tender, zu dem er ins Publikum steigt und die Zuschauerinnen küsst, die daraufhin eine Traube bilden und ihn gar nicht vorbei lassen.
Die Songs selber werden schneller gespielt als sie im Studio aufgenommen wurden und entwickeln mitunter eine ziemliche Dynamik, zu der Elvis seine Arme wild durch die Luft wirbelt.
Immer wieder wird das Publikum gezeigt, in dem auch Cary Grant, Sammy Davis Jr. oder George Hamilton saßen. Gerade die ekstatische Reaktion des weiblichen Publikums zeigt, dass der King seine Wirkung auch durch die Jahre in Hollywood, in der seine Musik immer mehr geglättet wurde und er sich von seinem Rebellen- Image seiner Anfangstage entfernte, nicht verloren hatte.
Insoweit ist der Film ein Monument des Mythos Elvis, das seine Anziehungskraft und seine Größe spürbar werden lässt.
Restaurierung
Im Jahr 2000 wurde durch den Filmarchivar und –restaurateur Rick Schmidtlin eine Überarbeitung vorgenommen. So wurden insbesondere Interviews mit Konzertbesuchern durch weitere Probeaufnahmen ersetzt. Außerdem eine Verbesserung der Bildqualität und eine digitale Abmischung in 6-Kanal-Ton.
Songs
- Mystery Train/Tiger Man
- That’s All Right
- Little Sister/ Get Back
- Words
- My Baby Left Me
- Crying Time
- Love Me
- Twenty Days and twenty Nights
- Bridge Over Troubled Water
- Cattle Call
- Chime Bells
- Santa Claus is Back in Town
- Words
- Mary in the Morning
- That’s All Right
- I Got a Woman
- Hound Dog
- Heartbreak Hotel
- Love Me Tender
- I Can’t Stop Loving You
- Just Pretend
- The Wonder of You
- In the Ghetto
- Patch It Up
- You’ve Lost That Loving Feeling
- Polk Salad Annie
- One Night
- Don’t Be Cruel
- Blue Suede Shoes
- All Shook Up
- You don’t have to Say You Love Me
- Suspicious Minds
- Can’t Help Falling in Love
