Emslandlager

Die Emslandlager sind eine Gruppe von Konzentrationslagern im Emsland und der Grafschaft Bentheim. thumb|Halle mit Gedenksteinen für die Emslandlager Es gab insgesamt 15 Emslandlager, die von 1933 bis 1945 wechselnde Funktionen innehatten. Sie dienten den Nationalsozialisten von 1933-1936 als Konzentrationslager, von 1934-1945 als Strafgefangenenlager, von 1939-1945 als Militärstrafgefangenenlager, von 1939-1945 als Kriegsgefangenenlager und 1944 und 45 zusätzlich als Außenlager des KZ Neuengamme.

Insgesamt wurden ca. 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene und zwischen 100.000 und 180.000 Kriegsgefangene in den Lagern inhaftiert. Bis zu 30.000 Menschen, überwiegend sowjetische Kriegsgefangene, kamen in den Moorlagern um. Kurz vor der Befreiung wurden vom 12. bis 19. April 1945 im Aschendorfermoor ca. 350 Häftlinge aus den Emslandlagern erschossen. Diese Exekutionen, ähnlich wie die Politik der verbrannten Erde beim Rückzug der Wehrmacht, werden als Kriegsendphasenverbrechen bezeichnet. thumb|Blick entlang der Gedenkstätte thumb|Denkmal für Liberté chérie

Im November 2004 wurde auf der Gedenkstätte ein Denkmal für die belgische Freimaurerloge Liberté chérie eingeweiht. Sie war die einzige Loge, die sich innerhalb eines Konzentrationslager gegründet hat.


Zu den Emslandlagern gehören die folgenden Konzentrationslager:

Und dazu noch die folgenden 14 Lager:

Weiteres

Weblinks

Emsland Kategorie:Kriegsendphasenverbrechen

See also: Emslandlager, 19. April, 1933, 1934, 1936, 1939, 1944, 1945, 2004, Die Moorsoldaten