Energiestandard
Der Energiestandard eines Gebäudes beschreibt, wie groß der Energiebedarf des Hauses pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr ist, um ein behagliches, der Funktion entsprechendes Wohnklima herzustellen. Generell wird ein bestimmter Energiestandard durch bauliche Maßnahmen, Haustechnik und Nutzerverhalten erreicht.
In der Bauwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Energiestandards und Bezeichnungen wie Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Energiesparhaus, KW40, KW60, 3-Liter-Haus. Dieser Artikel gibt eine Übersicht über übliche und allgemein anerkannte Standards. Es gibt allerdings keine Normen oder Vorschriften, die allgemeinverbindlich sind.
- Niedrigenergiehaus
- Passivhaus
- gängigste Definition: Passivhaus-Instituts Darmstatt (Dr. Feist)
- Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a)
- Primärenergiebedarf einschließlich Warmwasser und Haushaltstrom von unter 120 kWh/(m²a).
- gängigste Definition: Passivhaus-Instituts Darmstatt (Dr. Feist)
- Nullenergiehaus
- Plusenergiehaus
- KW40 / KW60
- wichtigste Definition: KfW
- KW 40: Jahres-Primärenergiebedarf nicht mehr als 40 kWh je m² Gebäudenutzfläche AN beträgt
- Bei KfW-Energiesparhäusern 60 muss der spezifische Transmissionswärmeverlust (HT´) künftig – unabhängig von der Wahl der Heizungsanlage – immer mindestens 30 % unter dem in der Energieeinsparverordnung (EnEV) angegebenen Höchstwert liegen."
- wichtigste Definition: KfW
- X Liter - Häuser
- Hier ist der Heizöl-Bedarf gemeint. Eine sehr konkrete und plakative, allerdings auch unpräzise Bezeichnung. Oft wird für Niedrigenergiehäuser als 3Liter-Häuser geworben, dieser Wert ist aber nur mit sorgfältiger Planung und umfangreichen Maßnahmen zu erreichen. Ein Passivhaus (nach o.g. Standard) kommt im Jahr mit weniger als 1,5 l/(m²a) aus.
Siehe Auch
Weblinks
Kategorie:Energiestandard (Gebäude)
